Nahrungsmittel wie beispielsweise Fleisch, Fisch, Wurst, Käse und diverse Getreideprodukte können bei übermäßigem Konsum zu einer Übersäuerung des Körpers führen. Einen Einblick über den Zusammenhang von Fleischgenuss und einem unausgeglichen Säure-Basen-Haushalt finden Sie in diesem Säure-Basen-Fakten-Check.

Warum macht Fleisch sauer?

Lebensmittel wie Fleisch sind sehr reich an Eiweiß (Proteinen) und enthalten viele schwefelhaltige Aminosäuren (Cystein und Methionin). Diese werden vom Körper sauer verstoffwechselt. Zudem sind im Fleisch phosphathaltige Verbindungen, welche als Phosphorsäure den Säure-Basen-Haushalt zusätzlich belasten können.

Fleisch ist nicht gleich Fleisch

Generell werden alle tierischen Proteine sauer verstoffwechstelt. Allerdings gibt es auch bei Fleischprodukten Unterschiede. So sind beispielsweise Hühner-, Puten-, Lamm-,  Kalbs- Rind- und Schweinefleisch mittelstarke und Enten- oder Kaninchenfleisch sehr starke Säurebildner.

Fazit

Für einen ausgewogenen Säure-Basen-Haushalt sollte die tägliche Ernährung aus etwa 70 % basenbildenden und rund 30 % säurebildenden Lebensmitteln bestehen. Dies bedeutet, dass gelegentlich auch Fleisch auf dem Speiseplan stehen darf. Wichtig ist dabei nur, dass das Verhältnis von basenbildenden und sauren Lebensmitteln ausgeglichen sein sollte. Die Faustregel lautet: Mindestens die Hälfte einer Mahlzeit sollte aus Obst, Gemüse und Salat bestehen. Somit steht dem Sonntagsbraten nichts im Wege, solange auch Beilagen wie Kartoffeln und Salat dazu genossen werden und die Nachspeise aus einem Obstsalat besteht.

Ihr Team des Säure-Basen-Ratgebers