Sport ist gesund und stärkt den Körper. Allerdings kann es nach längeren Anstrengungen zu einer Übersäuerung der Muskulatur kommen, die zu Schmerzen und einer Leistungsminderung führen kann. Dieser erste Teil der Reihe „Übersäuerung und Sport“ informiert Sie über die Entstehung einer sportbedingten Azidose (Übersäuerung).

Wie kommt es dazu?

Eine „sportbedingte“ Form einer latenten Azidose ist die Übersäuerung der Muskulatur.

Jegliche Überaktivität der Muskeln, die das bisherige Leistungsniveau übersteigt, führt zu einer Unterversorgung der Muskelzellen mit Sauerstoff. Durch diesen Sauerstoffmangel kommt es zu einem Energiedefizit auf zellulärer Ebene, weshalb vermehrt Milchsäure und freie Protonen (positiv geladene Wasserstoffionen) gebildet werden. Durch das zunehmend saure Milieu entstehen Schmerzen und durch die Hemmung von Enzymen können die Muskeln sich schlechter zusammenziehen, wodurch sie weniger leistungsfähig werden.

Dass der sogenannte Muskelkater durch diese Milchsäureproduktion ausgelöst wird, gilt als überholt. Es scheinen eher kleinste Muskelfaserrisse zu sein, die die Schmerzen in den überanstrengten Bereichen auslösen. In der Regel klingen die Beschwerden spätestens nach einer Woche ab. Dauern sie aber länge an, sollten Sie allerdings von einem Arzt abklären lassen, ob es zu einer Muskelzerrung oder zum Faserriss gekommen ist.

Fazit

Prinzipiell ist eine Übersäuerung der Muskulatur harmlos, da sie sich nicht auf den gesamten Stoffwechsel auswirkt. Eine gesundheitsschädigende Wirkung durch die kurzfristige metabolische Azidose beim Sport ist also nicht zu befürchten.

 

Ihr Team des Säure-Basen-Ratgebers