In der Schwangerschaft wird der Säure-Basen-Haushalt des ungeborenen Kindes durch den der Mutter reguliert. Sobald das Kind den mütterlichen Körper verlassen hat, wird dieses sensible Gleichgewicht durch Nahrungsmittel und Umwelteinflüsse sowie die zukünftige Lebensweise beeinflusst. Dieser zweiteilige Blogbeitrag informiert Sie über die Entstehung, die Folgen und die Vermeidung einer Übersäuerung bei Kindern.

Die Ursachen einer Übersäuerung bei Kindern

Mit einseitiger Ernährung und einer ungesunden Lebensweise wird bereits im Kindesalter durch eine kontinuierlich aufgebaute Übersäuerung der Nährboden für unzählige Krankheiten, Infektionen und Allergien gebildet. Bei Kindern höchst beliebte Lebensmittel wie Nudeln, Pommes und Süßigkeiten bringen den Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht und können zu einer latenten Azidose (Übersäuerung) führen. Dies hat auch schon das Dortmunder Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) durch Messungen bei Kindern und Jugendlichen festgestellt.

Häufiger betroffen sind vor allem Jungen, da diese meist noch weniger Gemüse und Obst essen als Mädchen. Besonders gefährdet sind auch übergewichtige Kinder. Ein ständiger Bewegungsmangel spielt neben der falschen Ernährung ebenso eine tragende Rolle bei der Entstehung einer Übersäuerung im Kindesalter.

Folgen einer Übersäuerung bei Kindern

Oftmals leiden Kinder an um den Nabel lokalisierten Bauchschmerzen (sogenannte Nabelkolik) und chronischer Verstopfung. Bei genauer Befragung durch den Kinderarzt sind fast immer zuckerhaltige Getränke und Naschereien in größeren Mengen im Spiel, welche schnell zu einer Übersäuerung führen.

Können überschüssig anfallende Säuren oder saure Stoffwechselprodukte nicht neutralisiert oder ausgeschieden werden, lagern sie sich in verschiedenen Körpergeweben ab. In der Haut beispielsweise können sie heftige Entzündungen hervorrufen.

Zudem benötigt ein übersäuerter Organismus zur Neutralisierung von Säuren oder sauren Stoffwechselprodukte große Mengen an Mineralstoffen. Werden diese wichtigen Pufferstoffe nicht ausreichend über die Nahrung zur Verfügung gestellt, bezieht der Körper sie aus seinen Depots, also aus Knochen, Knorpeln, Zähnen, Organen und Blutgefäßen. Dies ist natürlich besonders gefährlich bei sich im Wachstum befindlichen Kindern und Jugendlichen. Die Beeinträchtigung der Knochenstabilität in der Kindheit zeigt sich aber meist erst im Erwachsenenalter. Eine mögliche Folge kann eine früh einsetzende Osteoporose sein.

Und auch auf das Immunsystem von Kindern kann sich eine Übersäuerung auswirken. Wichtige Vitalstoffe werden zur Neutralisierung dieser latenten Azidose herangezogen und fehlen dadurch den körpereigenen Abwehrkräften. Die Folge ist eine erhöhte Infektanfälligkeit. Über Jahre hinweg können sich daraus Allergien, Rheuma oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen entwickeln.

 

Ihr Team des Säure-Basen-Ratgebers