Besonders in der Schwangerschaft ist es wichtig, dass die werdende Mutter gesund ist und sich wohl fühlt. Eine Übersäuerung des Körpers kann dabei nicht nur Schwangerschaftsbeschwerden auslösen, sondern sie auch verstärken.

Wie kommt es zur Übersäuerung in der Schwangerschaft?

Eine Übersäuerung entsteht immer dann, wenn der Bildung von Säuren keine angemessene Abpufferung durch Basen entgegensteht. Säuren fallen als Abbauprodukt im Stoffwechsel an, beispielsweise beim Sport, aber auch durch den Verzehr von säurebildenden Lebensmitteln. Dazu zählen vor allem Fleisch, Käse und Eiweiß. Wenn der Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht gerät, entstehen körperliche Beschwerden und auch die Immunabwehr des Körpers wird beeinträchtigt. Die natürliche Beseitigung von Stoffwechselabfällen und Giftstoffen ist während der Schwangerschaft durch das Ausbleiben der Menstruation eingeschränkt. Zudem kommt es durch hormonelle Umstellungen zu biologischen Veränderungen im Körper der werdenden Mutter, welche mit einer nicht unbedeutenden Belastung verbunden sind.

Symptome der Übersäuerung in der Schwangerschaft

Durch die Übersäuerung und dem damit verbundenen Mangel an Mineralstoffen entstehen oftmals erst die Schwangerschaftsbeschwerden oder sie werden verstärkt. Unter anderem können Symptome wie Sodbrennen, Hautprobleme, Hitzewallungen, geschwollene Beine, Zahnverlust, Migräne, Übelkeit oder Rückenschmerzen auftreten.

Der Übersäuerung entgegenwirken

Schwangere Frauen beschäftigen sich ohnehin besonders intensiv mit dem Thema gesunde Ernährung. Um einer Übersäuerung entgegenzuwirken oder sie zu vermeiden, sollten vermehrt basenbildende Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Kräuter, Salate, und Mineralwasser auf dem Speiseplan stehen. Eine solche Kost hält nicht nur den Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht, sondern ist auch reich an wertvollen Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Ballaststoffen.

Auch kann eine so genannte „Entsäuerungskur“ mit in der Apotheke erhältlichen Basentherapeutika in Erwägung gezogen werden. Sie unterstützt den Körper dabei, die überschüssigen Säuren aus dem Gewebe zu lösen und diese durch die aufgenommenen Basen zu neutralisieren und auszuscheiden. Gegen die Zufuhr basenbildender Mineralverbindungen ist auch während der Schwangerschaft und in der Stillzeit nichts einzuwenden. Sollten Sie aber dennoch Bedenken haben, wenden Sie sich diesbezüglich einfach an Ihren Frauenarzt oder Apotheker.

 

Ihr Team des Säure-Basen-Ratgebers