Der erste Teil der Reihe ‚Übersäuerung und Stress‘ informierte Sie darüber, wie Stress zu einer Übersäuerung führen kann. Im zweiten Teil erfahren Sie nun mehr darüber, welche genauen Veränderungen Stress im Körper auslösen kann.

Die körperliche Stressreaktion

Bei Stress antwortet der Körper mit vielen biologischen Vorgängen, die darauf ausgelegt sind, den Körper zu aktivieren und Energie zu mobilisieren.

Im Rahmen der Stressantwort werden die sogenannten Stresshormone, Adrenalin und Noradrenalin freigesetzt. Diese Hormone stammen aus dem Nebennierenmark und bewirken unter anderem, dass die Bronchien sich erweitern und Blutdruck und Blutzucker ansteigen. Zudem wird das Hormon Kortisol aus der Nebennierenrinde ausgeschüttet. Auch dieses Hormon lässt Blutdruck und Blutzucker ansteigen und beeinflusst außerdem den Gehirnstoffwechsel. Die Gehirndurchblutung wird gesteigert und die Nervenbahnen werden aktiviert.

Durch die Erweiterung der Bronchien sowie eine beschleunigte Atmung wird der Körper besser mit Sauerstoff versorgt. Das Herz schlägt schneller und kräftiger und der Blutdruck steigt. Die Durchblutung der Skelettmuskulatur wird verbessert und die Muskelspannung, besonders die der Schultern-, Nacken- und Rückenmuskulatur, ist erhöht, Die motorischen Reflexe sind verbessert und ebenso die Reflexgeschwindigkeit. Zuckerreserven aus der Leber und Fettsäuren aus den Fettvorräten des Körpers werden mobilisiert und ins Blut abgegeben.

Gleichzeitig wird die Verdauungstätigkeit von Magen und Darm gehemmt. Auch das sexuelle Verlangen ist unter Stress reduziert und die Genitalorgane werden weniger durchblutet. Die Freisetzung von männlichen sowie weiblichen Sexualhormonen wird verringert.

All diese Reaktionen sind nur ein Teil dessen, wie unser Körper auf Stress antwortet, da es sich dabei um ein um ein sehr komplexes Geschehen handelt.
Wie geht es weiter?

Im dritten Teil dieser Reihe erfahren Sie, welche Folgen und Auswirkungen chronischer Stress, also sogenannter Dauerstress, auf Körper und Seele haben kann.

Ihr Team des Säure-Basen-Ratgebers