Wie Sie im letzten Teil der Reihe ‚Übersäuerung und Stress‘ erfahren haben, kann eine gesunde Ernährung dazu beitragen, Ihren Stress zu reduzieren. In diesem Beitrag informieren wir Sie, wie Entspannung und Bewegung erfolgreich zur Reduktion von Stress eingesetzt werden kann.

Bewegung zur Stressreduktion

Körperliche Aktivität beansprucht nicht nur die Muskeln, sondern auch das Gehirn. Beim Sport bekommt man den Kopf frei und dies quasi im wahrsten Sinne des Wortes. Prinzipiell eignet sich jede Sportart zum Abschalten.

Sanftes Ausdauertraining in Form von Joggen, Walken, Fahrradfahren oder

Schwimmen hilft dabei, Stresshormone abzubauen. Zudem führen diese Aktivitäten auch zu positiven biochemischen Veränderungen im Körper. Es werden bei regelmäßigem Training die Botenstoffe Serotonin, Dopamin und Endorphine (sogenannte Glückshormone) freigesetzt. Diese sorgen für Wohlbefinden, innere Ruhe und gute Laune.

Damit die stressreduzierende Wirkung entsteht, sollten – wie oben schon erwähnt – die sportlichen Aktivitäten allerdings regelmäßig, also etwa drei- bis viermal wöchentlich durchgeführt werden.

Für eine erfolgreiche Stressreduktion ist es auch wichtig, dass Sie Bewegung in den Alltag bringen. Stehen Sie bei Telefonaten auf und gehen Sie umher. Steigen Sie Treppen und meiden Sie den Aufzug. Fahren Sie mit dem Fahrrad und lassen Sie Ihr Auto stehen. Beim Nützen öffentlicher Verkehrsmittel steigen Sie auf dem Weg zum Ziel einfach eine oder zwei Stationen früher aus.

Stressreduktion durch Entspannung

Es gibt verschiedene Entspannungstechniken, die den Stressabbau unterstützen. Im Folgenden finden Sie ein paar Beispiele.

Regelmäßiges Yoga fördert die Konzentrationsfähigkeit und bringt innere Ausgeglichenheit. Zudem kann es stessbedingten Störungen wie Bluthochdruck, Magenbeschwerden oder Kopfschmerzen entgegenwirken.

Muskelverspannungen zählen zu Begleiterscheinungen von Stressreaktionen. Progressive Muskelentspannung soll diese Verspannungen nach und nach reduzieren und so das entgleiste vegetative Gleichgewicht wieder harmonisieren. Die deutliche Abnahme der Verspannungen führt im Weiteren zu einer spürbaren geistigen Entspannung.

Mit dem autogenen Training nutzen Sie die Kraft Ihrer eigenen Gedanken, um innere Ruhe und Entspannung zu erreichen. Autogenes Training entspannt körperlich, steigert die Konzentrationsfähigkeit und hilft dabei, Körper und Geist mit den eigenen Gedanken zu beeinflussen. Das allgemeine Erregungsniveau sinkt, Sie werden gelassener.

Qigong ist eine traditionelle chinesische Form der Entspannung. Es gibt viele Qigong-Übungen, die alle das Ziel haben, durch die Stille des Geistes die Energiekreisläufe im Körper zu harmonisieren.

Alle hier genannten Entspannungstechniken sind gut zu Hause durchführbar. Allerdings ist es empfehlenswert, zum Erlernen Kurse unter einer kompetenten Leitung zu besuchen.

Ihr Team des Säure-Basen-Ratgebers