Besonders Menschen der westlichen Länder sind zunehmend von Osteoporose betroffen. Die Ursache dafür ist unter anderem auch eine zu hohe Säurebelastung des Körpers. Am 20. Oktober 2016 findet der Welt-Osteoporose-Tag statt, was einen aktuellen Anlass gibt, sich mit dem Thema Übersäuerung und Knochen näher zu beschäftigen.

Was ist Osteoporose?

Osteoporose ist die häufigste Knochenerkrankung im höheren Lebensalter. Bei der im Volksmund auch als Knochenschwund bezeichneten Krankheit kommt es zu einer Abnahme der Knochendichte, welche unter anderem durch einen übermäßig raschen Abbau der Knochensubstanz bedingt ist. Die Knochen entmineralisieren und werden somit anfälliger für Brüche. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt Osteoporose zu den zehn häufigsten Erkrankungen weltweit.

Osteoporose und Übersäuerung

Zwischen dem Säure-Basen-Haushalt und dem Mineralstoffwechsel bestehen enge wechselseitige Beziehungen. Eine latente (versteckte) Azidose (Übersäuerung) kann eine Osteoporose verschlimmern. Knochen enthalten basische Mineralstoffverbindungen, welche zur Neutralisation von Säuren freigesetzt werden, sobald die Kapazität der anderen körpereigenen Puffersysteme erschöpft ist. Zudem werden Calcium und Magnesium aus dem Knochen gelöst, was langfristig zum Verlust von Knochensubstanz führt. Außerdem beeinflusst eine latente Azidose die Aktivität der Knochenzellen: Die knochenabbauenden Zellen steigern ihre Aktivität und die Osteoporose wird gefördert.

Osteoporose und Ernährung

Sowohl Calcium als auch Vitamin D spielen in der richtigen Ernährung bei dieser Erkrankung eine zentrale Rolle. Osteoporose-Patienten sollten täglich 1.000 mg Calcium aufnehmen, wobei Milch, Joghurt, Käse, grünes Gemüse und calciumreiches Mineralwasser als gute Calcium-Quellen gelten. Vorsicht ist allerdings bei den Milchprodukten geboten, da sie als Säurebildner fungieren. Bei ausreichender Sonneneinstrahlung auf die Haut kann der Körper meist selbst genügend Vitamin D produzieren. Vitamin D-liefernde Lebensmittel sind vor allem fettreiche Seefische wie beispielsweise Hering, Makrele oder Lachs.

Auch eine hohe Aufnahme basenbildender Nahrungsmittel ist wichtig, um die durch eine Übersäuerung bedingte Verschlimmerung der Osteoporose zu vermeiden. Durch eine zusätzliche Einnahme von Basentherapeutika aus der Apotheke kann ein schneller Ausgleich eines Säure-Basen-Ungleichgewichts unterstützt werden.

Welt-Osteoporose-Tag

Dieser Tag wurde 1996 von der National Osteoporosis Society (NOS) in England ins Leben gerufen und im Jahr 1998 erfolgte die Anerkennung des Aktionstags durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Ihr Team des Säure-Basen-Ratgebers