Der Säure-Basen-Haushalt ist ein Regulationssystem unseres Körpers, das für den optimalen Ablauf verschiedener Stoffwechselprozesse verantwortlich ist. Ist dieses Regulationssystem über einen längeren Zeitraum unausgeglichen, weil beispielsweise ein Säureüberschuss vorliegt, können bei der betroffenen Person körperliche und psychische Veränderungen auftreten. Außerdem steigt das Risiko, an Gicht, Diabetes oder anderen chronischen Krankheiten zu erkranken.

Um einer Übersäuerung des Körpers entgegenzuwirken, sollte auf basische Lebensmittel zurückgegriffen werden. Dazu gehören beispielsweise bestimmte Früchte wie Bananen und Aprikosen, Kartoffeln und vor allem grünes Gemüse [1]. Auch Pseudogetreide wie Quinoa oder Hülsenfrüchte sind gut geeignet.

In folgendem Text werden einige basische Rezepte aufgeführt.

1. Kartoffelsalat mit Käse

1 kg festkochende Kartoffeln werden mit Schale gekocht und nach dem Abkühlen geschält. Anschließend wird 1 Bund Staudensellerie geputzt und geschält. Nachdem einige grüne Blätter beiseitegelegt worden sind, wird der Rest in kleine Würfel geschnitten. Für das Dressing einen Achtelliter Wasser und die gleiche Menge weißen Essig mit etwas Salz und Pfeffer aufkochen. Zwei Drittel des Suds werden über die Kartoffeln gegossen. In dem anderen Drittel werden die Selleriestücke gegart. Ein halber Kopf Endiviensalat wird geputzt und auf einer Platte angerichtet. Anschließend werden abwechselnd der Kartoffelsalat, der gegarte Sellerie, 200 g Goudawürfel und 50 g gehackte Nüsse darauf geschichtet. Um den Kartoffel-Käsesalat zu dekorieren, werden die beiseitegelegten Sellerieblätter geschnitten und drübergestreut. Nach Wunsch kann noch ein Dressing aus 2 Esslöffeln Senf, 2 Esslöffeln Honig, 250 g Mayonnaise, 1 Becher Magermilch-Joghurt und dem Saft einer Orange angerührt und zum Salat gereicht werden [2].

Da die Kartoffel zu den basischen Lebensmitteln gehört, ist dies ein leckeres Rezept, das gut in einen basischen Ernährungsplan eingefügt werden kann.

2. „Grüner Krieger“ nach Attila Hildmann

Die Zutaten für zwei Personen sind: 600 g Brokkoliröschen, 200 g Zuckerschoten, 250 g grüner Spargel, 200 g Tiefkühl-Erbsen, 2 Zucchini, 2 Esslöffel Olivenöl, 40 g Cashewmus, 60 g weißes Mandelmus, 160 ml stilles Mineralwasser, abgeriebene Schale einer halben Bio-Zitrone, 4 Frühlingszwiebeln, Salz und Pfeffer.

Die Brokkoliröschen werden gewaschen, ebenso die Zuckerschoten, die Zucchini und der Spargel. Anschließend werden die Zuckerschoten schräg halbiert, der Spargel geschält und in mundgerechte Stücke geschnitten. Die Tiefkühl-Erbsen werden in kochendem Salzwasser 3 Minuten gegart. Das restliche Gemüse (bis auf die Zucchini) wird hinzugegeben. Das Wasser wird abgegossen, wenn das Gemüse bissfest gegart ist. Die Zucchini werden mit einem Schäler in Streifen geschnitten und gemeinsam mit dem anderen Gemüse in Olivenöl angebraten.

Für die Soße werden die beiden Nussmuse zusammen mit dem Mineralwasser und der Zitronenschale gemixt. Danach wird das Gemisch in einem Topf kurz erhitzt und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Die Frühlingszwiebeln werden klein gehackt und gemeinsam mit der Soße über das Gemüse gegeben [3].

Dieses Rezept gilt wegen der vielen verschiedenen grünen Gemüsesorten als basisches Gericht.

3. Quinoa-Salat mit Sommergemüse

Für den Quinoa-Salat werden folgende Zutaten benötigt: 100 g Quinoa, 3 Paprikaschoten (am besten in verschiedenen Farben), 1 Zucchini, etwas Rosmarin und Thymian. Die Quinoa wird mit etwa der doppelten Menge kochendem Wasser übergossen. Außerdem wird eine Prise Salz beigefügt. Die Paprikaschoten und die Zucchini würfeln und mit Olivenöl in einer Pfanne leicht anbraten. Nach dem Abkühlen werden alle Zutaten miteinander vermengt. Für das Dressing werden 4–5 Esslöffel Olivenöl mit circa 2 Esslöffeln Zitronensaft vermengt. Gewürzt wird mit einem Teelöffel Kurkuma, Pfeffer und Salz. Das Dressing über den Salat geben und mit frischen Kräutern verfeinern. Diese Mengenangaben sind für 4 Portionen [4].

Das Pseudogetreide Quinoa ist eine gesunde und basische Kohlenhydratquelle und eignet sich bestens als Ersatzprodukt für beispielsweise Weizennudeln, die eine säuernde Wirkung auf den Körper haben.

4. Smoothies

Bestens geeignet für das Säure-Basen-Gleichgewicht im Körper sind Smoothies. Dafür werden verschiedene Gemüse- und Obstsorten in einem Mixer zerkleinert, vermischt und dann getrunken. Grünes Gemüse wie Blattspinat, Salate und Kohl wirkt besonders basisch. Bananen, Aprikosen und Trockenfeigen gelten als erste Wahl für basisches Obst.

Zu beachten

Wird eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit vielen basischen Nahrungsmitteln angestrebt, ist es sinnvoll, einen Arzt oder einen Ernährungsberater zurate zu ziehen.

Quellen

  • [1] Brendan Brazier: Vegan in Topform. Unimedica, 2014, S. 120.
  • [2] „Kartoffelsalat mit Käse“, http://www.basisch.de, 11.01.2016
  • [3] Attila Hildmann: Vegan For Fit. Becker Joest Volk Verlag, 2012, S. 145.
  • [4] „Basischhttp://www.basisch.de/basische-rezepte/hauptgerichte/kartoffelsalat-mit-kaese.htmle Rezepte: Quinoa-Salat mit Sommergemüse“, http://www.basisch-kochen.de, 11.01.2016