Eine Übersäuerung des Körpers bringt meist bereits nach kurzer Zeit Beschwerden mit sich. Die häufigsten und meist ersten Merkmale sind ständige Müdigkeit sowie Gelenk- und Muskelschmerzen. Außerdem kann es beispielsweise zu Sodbrennen, Hautirritationen, Kopfschmerzen, Allergien und Stimmungsschwankungen kommen.

Einer chronischen Übersäuerung des Körpers kann durch verschiedene Maßnahmen entgegengewirkt werden. An allererster Stelle bei der Wiederherstellung des Säure-Basen-Gleichgewichts steht eine gesunde Ernährung. Außerdem sollte Sport getrieben und eine naturheilkundliche Therapie in Erwägung gezogen werden [1].

In folgendem Text werden einige Methoden beschrieben, die der Entsäuerung des Körpers dienen.

Übersäuerung – was tun?

A. Basische Ernährung

Um den Säureabbau im Körper zu unterstützen, sollte auf stark basenbildende Nahrungsmittel zurückgegriffen werden. Zu ihnen zählen zum Beispiel jegliche Art von grünem Blattgemüse und Blattsalaten, wie Mangold, Spinat und Kohl. Auch anderes Gemüse wie Zucchini, Aubergine und Kürbis, Knollengemüse (Sellerie, Möhren und Rote Bete) sowie Kartoffeln unterstützen den Körper dabei, die Übersäuerung auszugleichen. Hilfreich ist auch, wenn die betroffene Person regelmäßig Molke trinkt und Algen wie Chlorella zu sich nimmt. Neben der basischen Ernährung sollten stark säurebildende Lebensmittel vermieden werden, um den ohnehin schon übersäuerten Körper nicht noch zusätzlich zu belasten. Dazu zählt vor allem eine eiweißreiche Ernährung mit Fleisch, Fisch und Wurst, Eiern und Quark. Außerdem sollte auf Industriezucker und Weißmehlprodukte sowie Alkohol, Kaffee und Nikotin verzichtet werden.

Gerade bei einer Übersäuerung des Magens können bei einer Ernährungsumstellung auf basische Lebensmittel schnell Erfolge festgestellt werden. Bei Beschwerden wie Sodbrennen und Rückfluss der Magensäure sollte sich eine Besserung bemerkbar machen [2].

B. Flüssigkeitszufuhr erhöhen

Überschüssige Säuren werden bei gesunder Körperfunktion u. a. von den beiden Nieren über den Urin ausgeschieden. Bei anhaltender, verminderter Nierenfunktion aufgrund von Flüssigkeitsmangel kommt es so zu einer Übersäuerung des Körpers. Deshalb sollten täglich mindestens 2 bis 3 Liter Wasser oder ungesüßten Tee getrunken werden. Überschüssige Säuren können so vom Körper leichter abgegeben werden.

Zu beachten: Bei einer bekannten Nierenerkrankung sollte dringend mit einem Arzt über die Flüssigkeitszufuhr und die Ernährung gesprochen werden [3].

C. Bewegung und Sport treiben

Neben den Nieren ist auch die Lunge dafür verantwortlich, überschüssige Säuren abzubauen. Bei sportlichen Aktivitäten erhöht sich der Sauerstoffbedarf der Muskeln. Der Körper reagiert darauf mit einer erhöhten Atemfrequenz, also einer vermehrten Arbeit der Lungen. Durch die schnellere Atmung wird nicht nur mehr Sauerstoff aufgenommen, sondern auch Kohlenstoffdioxid ausgeatmet. Kohlenstoffdioxid ist ein saures Abbauprodukt des menschlichen Stoffwechsels.

Besonders zu empfehlen sind Ausdauersportarten wie Radfahren und Schwimmen, welche die Gelenke schonen [4].

D. Naturheilkunde und Hausmittel

Auch durch naturheilkundliche Therapiemethoden und Hausmittel kann die körpereigene Entsäuerung gut unterstützt werden.

Zum Beispiel kann Basentee getrunken werden. Zum einen wird durch die erhöhte Flüssigkeitszufuhr die Nierenfunktion unterstützt. Zum anderen wirken die darin enthaltenen Kräuter wie zum Beispiel Kamille als Transportmittel für saure Stoffwechselabbauprodukte des Körpers. Beispiele für Basentees sind „Weltecke: Bio-Basentee“, „Jentschura: 7×7 Kräutertee Bio“ und „Sidroga Wellness Basentee“ [5].

Mit basischen Körperpflegeprodukten können Hautirritationen, die auf eine Übersäuerung zurückzuführen sind, behandelt werden. Besonders wirkungsvoll ist dabei das Basenbad. Hier kann beispielsweise „Basenbad Sango Koralle“, „Caelo Basen-Bad“ oder „Vicopura – Basisches Mineralsalzbad“ verwendet werden [6].

Ebenso kann die Einnahme von Basentabletten oder Basenpulvern helfen. Um überschüssige Säure auszugleichen, sind besonders Präparate mit einem hohen Anteil an Natriumbikarbonat zu empfehlen. Beispiele sind „tri.balance: Basenpulver“, „Urbase II Intra Basenpulver“ oder „Basenpulver nach Dr. Auer“. Alternativ kann auf Präparate ohne Natrium zurückgegriffen werden, wie beispielsweise „Basotop Balance Basenpulver“, „Herbano: Basenpulver Balance“, oder „Dr. Jakob: Basentabletten“ [7].

Zu beachten

Bei Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln oder bei Ernährungsumstellungen wird empfohlen, einen Arzt oder Ernährungsberater zurate zu ziehen.

Quellen