Abgeschlagenheit, ständige Müdigkeit und Schlafstörungen – all diese Symptome können Hinweise auf einen gestörten Säuren-Basen-Haushalt des Körpers sein. Gerade bei Menschen, die starkem Stress ausgesetzt sind, besteht die Gefahr, dass sich eine Übersäuerung durch Stress entwickelt. Denn wer andauernd unter Strom steht, stellt nicht nur seine Psyche auf eine harte Probe, sondern muss auch mit körperlichen Beeinträchtigungen rechnen. Eine Übersäuerung durch Stress sollte nicht unbehandelt bleiben, weil auf Dauer das Wohlbefinden stark beeinträchtigt werden kann und körperliche Folgen drohen.

Übersäuerung durch Stress – die Anzeichen

Eine Übersäuerung bei Stress entwickelt sich häufig schleichend. Die Symptome können sehr unspezifisch sein und werden oftmals nicht mit einer Übersäuerung des Körpers in Zusammenhang gebracht. Betroffenen klagen zum Beispiel über Übelkeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit oder eine generelle Antriebslosigkeit. Auch können Veränderungen an Haaren oder der Haut auftreten. Der Grund sind gestörte Stoffwechselvorgänge, die durch einen gestörten Säuren-Basen-Haushalt verursacht werden.

Damit der menschliche Körper optimal funktionieren kann, benötigt er den richtigen pH-Wert. Dieser wird auf einer Skala von 0 bis 14 gemessen. Ein Wert von 7 gilt als neutral, Werte darunter als sauer und Werte darüber als basisch. Der ideale pH-Wert des Blutes liegt bei 7,4, also im basischen Bereich. Schon geringe Abweichungen können körperliche Schäden hervorrufen. Eine Übersäuerung, medizinisch auch Azidose genannt, kann verschiedene Ursachen haben. Eine davon kann Stress sein.

Warum Stress „sauer“ machen kann:

  1. Der Hormonhaushalt ändert sich: Bei Dauerstress werden verstärkt Hormone wie Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet. Diese Hormone haben Einfluss auf die Atmung, das Verdauungssystem und die Durchblutung. Sind diese in ihrer Funktionsweise beeinträchtigt, kann es zur Übersäuerung kommen.
  2. Die Atmung ändert sich: Gestresste Menschen atmen oft hastig und flach. Dadurch gelangt nicht genügend Sauerstoff ins Blut. Dieser ist aber nötig, um saure Abfallprodukte abtransportieren zu können.
  3. Bei einer zu geringen Sauerstoffzufuhr verringert der Körper die Energiebereitstellung und erhöht gleichzeitig die Milchsäureproduktion. Der Körper übersäuert.

Übersäuerung bei Stress behandeln

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Um eine Übersäuerung bei Stress zu behandeln, gilt es vor allem, den Auslöser zu reduzieren. Natürlich kann man Stress nicht immer komplett vermeiden, aber man kann lernen, mit ihm umzugehen. Empfehlenswert ist es, gezielt Entspannungsübungen und Sport in den Alltag einzubauen. Die Atmung kann durch Atemübungen harmonisiert werden.

Zusätzlich kann man die Entsäuerung des Körpers durch eine Umstellung auf basische Ernährung unterstützen.

Saure und basische Nahrungsmittel:

  1. Sauer sind zum Beispiel Wurst, Fleisch, Fisch, Käse, Milchprodukte, Brot und Backwaren, Eier und Getreide.
  2. Basisch sind zum Beispiel Gemüse, Obst, Salate, Saft, Kräuter, Molke, Tofu und Essig.

In der Apotheke gibt es auch sogenanntes Basenpulver. Das sind spezielle Mineralmischungen, die den Körper dabei unterstützen sollen, Säuren abzubauen.
Eine Untersuchung beim Arzt kann Aufschluss darüber geben, ob eine Einnahme sinnvoll ist.

Welche Folgen können Übersäuerung und Stress haben? 

Eine Übersäuerung bei Stress sollte behandelt werden, um langfristige Gesundheitsschäden zu vermeiden. Besonders die Gelenke leiden häufig unter einer zu hohen Säurebelastung. Die unangenehmen Folgen sind Arthrose und Gicht. Da auch das Immunsystem unter der Säurebelastung leidet, ist der Körper insgesamt krankheitsanfälliger. Das Resultat können verschiedene Beschwerden, wie etwa Allergien, Migräne, Bluthochdruck, Infekte oder Magenentzündungen sein.