Morgensteifigkeit, schmerzende Gelenke, Einschränkungen des Bewegungsapparats: Das sind für Rheuma-Patienten und Betroffene von rheumatischen Erkrankungen alltägliche Leiden. Tatsächlich haben rheumatische Erkrankungen viele Gesichter, manchmal handelt es sich um vorübergehende, bei vielen aber auch um lebenslange Beschwerden. Und fälschlicherweise gilt Rheuma als Krankheit, die einen vor allem im Alter ereilt. Ganz im Gegenteil können auch Kinder und Jugendliche schon davon betroffen sein. Ein großer Risikofaktor, um an Rheuma zu erkranken oder den Krankheitsverlauf negativ zu beeinflussen ist die Ernährung. So kann auch eine chronische Übersäuerung zu Rheuma führen oder die Beschwerden verschlimmern.

Eine Erkrankung – viele Gesichter

Was ist Rheuma eigentlich und wie entsteht es? Wer ist vor allem betroffen? Obwohl Rheuma hierzulande sehr häufig auftritt, existiert doch viel Unwissen über diese Krankheit. Tatsächlich gibt es zahlreiche verschiedene Ausformungen von Rheuma, es lassen sich aber vier Hauptgruppen unterteilen. Die häufigste Form ist die Rheumatoide Arthritis, die sich meist schleichend zunächst an den Fingergelenken bemerkbar macht. In diesem Fall greift das eigene Immunsystem die Sehnen, Gelenke und Knorpel an. Degenrativ-rheumatische Erkrankungen gehen hingegen auf massiven Verschleiß, krankhafte Veränderungen oder Beschädigungen der Knorpel durch einseitige und Fehlbelastung oder Unfälle an den Gelenkknorpeln und an der Wirbelsäule zurück. Dann gibt es noch die chronischen Schmerzsyndrome wie etwa chronische Rückenschemrzen, die tatsächlich im Alter zunehmen. Aber auch der bekannte Tennisarm oder das Karpaltunnelsyndrom fallen hierunter. Zuletzt ziehen auch bestimmte Stoffwechselerkrankungen rheumatische Beschwerden nach sich, so wie zum Beispiel Osteoporose oder Gicht.

Wie beeinflusst eine chronische Übersäuerung rheumatische Erkrankungen?

Eine Übersäuerung unseres Organismus entsteht, wenn wir ihm zu viele Säuren zuführen und die körpereigenen Puffersysteme wie Leber, Lunge oder Blut diese nicht mehr ausreichend ausscheiden können. Eine säurelastige Ernährung bei gleichzeitigem Stress und Bewegungsmangel bedingt nicht nur eine Übersäuerung, sondern steht auch im Verdacht rheumatische Erkrankungen zu begünstigen und zu verschlimmern.

Wenn zu viele Säuren im Körper vorhanden sind, diese infolge eines gestörten Säure-Basen-Haushalts eventuell eingelagert werden, dann können entzündliche Prozesse eben an den Gelenken und Gelenkknorpel auftreten. Auch die rheumatische Erkrankung, in der sich das eigene Immunsystem gegen körpereigenes Gewebe richtet – das möglicherweise zu viele Säuren einlagert – kann damit in Verbindung stehen. Eine chronische Übersäuerung kann also die verschiedenen rheumatischen Erkrankungen begünstigen, ihr Entstehen hängt jedoch auch von anderen Faktoren wie zum Beispiel einer genetischen Veranlagung ab.

Ernährung bei rheumatischen Erkrankungen

Sowohl bei einer chronischen Übersäuerung als auch bei Rheuma und seinen verschiedenen Krankheitsformen spielt die Ernährung eine bedeutende Rolle. Eine basenüberschüssige Ernährung hilft dabei, Säuren abzubauen und entzündliche Prozesse im Körper zu beruhigen oder ganz abklingen zu lassen. Untersuchungen haben gezeigt, dass bei Rheumatikern die Flüssigkeit im Gelenkspalt deutlich saurer ist als bei gesunden Menschen. Für Betroffene ist die basenreiche Ernährung mit einer ausreichenden Versorgung an Kalzium und vielen Gemüsearten, Hülsenfrüchten, Kräutern, Salat, Fischen und Nüssen empfehlenswert. Sie wirken antientzündlich. Wichtig sind außerdem auch Omega-3-Fettsäuren, die vor allem in frischen Seefischen, wie Hering, Lachs oder Makrele enthalten sind. Zudem sollte auf frisches Obst sowie Vollkornprodukte Wert gelegt werden.

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