Darmbeschwerden kennt nahezu jeder: von der fiesen Magen-Darm-Grippe über Verdauungsprobleme bis hin zu chronischen Erkrankung wie einem Reizdarm oder Morbus Crohn. Über 16 Prozent der deutschen Bevölkerung leidet immer wieder an den Reizdarm-Symptomen wie Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung und vielem mehr. In einigen Fällen sind Erkrankungen die Ursache, in anderen auch Stress und die Psyche – aber in fast allen Fällen lassen sich Darmbeschwerden durch eine ausgewogene, abgestimmte und gesunde Ernährung nicht nur lindern, sondern häufig auch heilen. Eine große Rolle kann es dabei spielen, den Darm zunächst von überschüssigen Säuren zu befreien.

Wie sich unsere Ernährung auf den Darm auswirkt

Alles muss hindurch! Die Nahrung die wir zu uns nehmen, passiert zweifelsohne den Dünn-, Dick- und Enddarm. Zwar wird die Nahrung bereits in den anderen Verdauungsorganen „vorverdaut“, dennoch hat der Darm noch eine Menge Arbeit zu leisten. Es geht darum die Nährstoffe von den Schadstoffen zu trennen, also das Gute dem Organismus zuzuführen und das Schlechte auszuscheiden. Wenn wir nun aber einseitig oder überwiegend schlechte Nahrung, sprich Süßes, Fettes, wenig Nährstoffe und wenig Vitamine zu uns nehmen, kann uns das wortwörtlich auf den Darm schlagen!

Hinzu kommt, dass man über Darmbeschwerden nicht gerne spricht. Bei auftretenden Symptomen wie Bauchschmerzen, Verstopfung oder auch Durchfall greifen wir deshalb schnell zu pharmazeutischen Präparaten, die zwar schnell die Symptome lindern, aber der Ursache keine Abhilfe schaffen können. Gerade bei Reizdarm-Patienten können etwa Abführmittel die Darmträgheit noch weiter verschlimmern.

Steckt eine Übersäuerung hinter den Beschwerden?

In der heutigen Zeit lebt unser Körper gefährlich. Wir haben Stress in der Arbeit, hinzu kommt bei den meisten mangelnde Bewegung und dann noch eine ungesunde und einseitige Bewegung. Vor allem wenn es schnell gehen soll, landen Convenience-Produkte oder Fast-Food auf dem Tisch. Grundsätzlich nehmen wir zu viel Zucker und tierische Fette zu uns. Viele Krankheiten können die Folge sein, darunter eben auch die Darmbeschwerden.

Eine große Rolle bei solchen Beschwerden spielen überschüssige Säuren und Gifte in unserem Organismus. Der Darm gehört zu den sogenannten Puffersystemen, die solche Schadstoffe aus dem Körper abführen sollen. Bei einem Überschuss an säurebildenden Lebensmitteln wie zum Beispiel Wurst, fette Käsesorten, viel Fleisch und Süßigkeiten bei gleichzeitig geringem Verzehr von Obst und Gemüse als Ausgleich, kann das Puffersystem – also auch der Darm – überfordert werden. Ist eine solche Lebensweise schon zur Gewohnheit geworden kann sich leicht eine Übersäuerung (Azidose) entwickeln, die sich eben in erster Linie auch auf den Darm auswirkt.

Entsäuern und den Darm ankurbeln

Wer sich überwiegend von Weißmehlprodukten, Fleisch und Milchprodukten ernährt, wird früher oder später sicherlich Darmbeschwerden entwickeln. Eine Ernährungsumstellung hingegen kann bei zahlreichen Darmbeschwerden nicht nur Linderung, sondern auch Abhilfe schaffen. Wer also Verdauungsprobleme langfristig vermeiden und vor allem auf Medikamente verzichten möchte, der kann gezielt mit der Ernährung etwas für seine Verdauung tun. A und O einer gesunden Verdauung sind Ballaststoffe. Sie liefern nicht nur wertvolle Nährstoffe und Vitamine, sondern sie dehnen sich im Darm aus. Aufgrund des ausgedehnten Volumens entsteht Druck, der unseren Darm dazu bringt, wieder ordentlich zu arbeiten und zu verdauen. Am Beginn so einer Ernährungsumstellung kann eine Entsäuerung hilfreich sein, das heißt eine oder zwei Wochen lang komplett auf säurebildende Lebensmittel zu verzichten und gleichzeitig viele Basenbildner sprich Obst, Gemüse und Salat zu verzehren.

Viel Erfolg bei der Ernährungsumstellung wünscht Ihr Team vom Säure-Basen-Ratgeber!