Stress ist ein Energieräuber – das ist nichts Neues. Doch dass zu viel und vor allem dauernder Stress krank machen kann, das unterschätzen viele. Die Symptome von gesundheitsschädlichem Stress geben sich oft nicht so leicht zu erkennen, häufig äußert sich Stress in einer Übersäuerung. Die so genannte Azidose äußert sich selbst in vielerlei Symptomen, deren Folgen aber gravierend sein können und zum Beispiel zu chronischen Krankheiten führen kann.

Wie wirkt sich Stress auf den Säure-Basen-Haushalt aus?

Stress übersäuert den Körper. Wenn Sie längere Zeit unter Stress stehen, dann schüttet ihr Körper vermehrt „Stress-Hormone“ aus. Dazu gehören Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol. Der Hormonhaushalt verändert sich und beim Abbau dieser Stresshormone entstehen zusätzlich Säuren.

Großen Einfluss nimmt dauerhafter Stress auch auf die Atmung. Achten Sie mal darauf: Wenn Sie gestresst sind, dann atmen Sie flach und oft hastig. Dies wiederum führt dazu, dass nicht genügend Sauerstoff ins Blut gelangt. Sauerstoff braucht unser Körper aber, um die entstandenen sauren Abfallprodukte abzutransportieren. Außerdem benötigen die Zellen im Körper Sauerstoff zur Energiebereitstellung. Wenn der Sauerstoff infolge der veränderten Atmung im Blut also weniger wird, dann reichern sich Säuren, die Energiebereitstellung heruntergeschraubt und gleichzeitig die Produktion von Milchsäure erhöht. In der Sportmedizin spricht man dann vom anaeroben Bereich. Was im Training manchmal nützlich sein kann, ist im Alltag und auf Dauer gesundheitsschädlich.

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Ursachen erkennen!

Sie fühlen sich müde? Schlapp? Energielos? Oder gar krank? Viele Menschen bringen diese Symptome nicht mit einer Übersäuerung in Verbindung. Wer aber ständig unter Strom steht, der stellt nicht nur seinen Geist auf eine harte Probe, sondern auch den Körper.

Stress und Übersäuerung beeinträchtigen merklich unser Wohlbefinden. Die moderne Ernährungs- und Lebensweise trägt viel zu einer Übersäuerung bei. Stress im Job, aber auch Freizeitstress können Abgeschlagenheit, ständige Müdigkeit und Schlafstörungen bedingen. Stress lässt sich aber häufig nicht vermeiden und in der heutigen Gesellschaft fast allgegenwärtig. Deswegen kämpfen auch so viele Menschen mit einem gestörten Säure-Basen-Haushalt.

Übersäuerungssymptome wie dauernde Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Energielosigkeit sollten Sie nicht unterschätzen, vor allem wenn Sie viel Stress haben.

Stress abbauen – aber wie?

Stress lässt sich nicht immer vermeiden, aber auf Dauer ist er eben auch gesundheitsschädlich. Deswegen sollten Sie sich immer wieder Auszeiten gönnen. Ausreichend Urlaub von der Arbeit, in dem Sie auch keine E-Mails checken ermöglicht Ihnen gute Erholung. Immer wieder nur kurze Städtetrips zwischendurch erhöhen eigentlich nur den Freizeitstress, weil man von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten hetzt.

Einen guten Ausgleich finden Sie auch durch Sport und Bewegung. Wenn Sie den Kopf frei bekommen möchten, gelingt das recht gut, wenn Sie den Körper anstrengen. Besonders gut eignet sich deshalb Ausdauersport, der Körper schüttet Glückshormone aus und Sie vergessen Kummer und Sorgen.

Umgeben Sie sich mit Menschen mit denen Sie sich gut verstehen und versuchen Sie bestehende Konflikte möglichst schnell zu lösen, damit Sie diesen Ballast nicht mit sich herumtragen müssen.

Einen gestörten Säure-Basen-Haushalt können Sie gut über eine basenüberschüssige Ernährung wieder ausgleichen. Dabei sollten sie basische zu sauren Lebensmitteln in einem Verhältnis von 80 zu 20 verzehren. Eine Übersicht über den Basen- und Säuregehalt verschiedener Lebensmittel finden Sie hier.

Ihr Team des Säure-Basen-Ratgebers