Schlechte Gedanken, ständiger Zeitdruck, zu wenig Ruhe: Der hektische Alltag kann uns richtig krank machen. Dauernder Stress sei es im Berufsleben, im Privaten oder durch eine Depression bedingt wirkt sich negativ auf unsere Gesundheit aus. So kann ein Übermaß an Stress über längere Zeit auch Einfluss auf unseren Säure-Basen-Haushalt nehmen, sogar eine Übersäuerung hervorrufen. Muskelkrämpfe- und schmerzen, ständige Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen und noch vieles mehr können dann die Folge sein.

Wie sich Stress auf unseren Säure-Basen-Haushalt auswirkt

Wer kennt das nicht? Ein Termin reiht sich an den nächsten, der Abgabedruck für eine wichtige Präsentation oder ähnliches steigt, schlechtes Gewissen, weil das persönliche Umfeld vernachlässigt wird und das Gefühl, dem allem nicht mehr gerecht werden zu können. Fast jeder fühlt sich mal gestresst oder sogar überfordert. Wenn es aber zu dauerndem, anhaltendem Stress kommt und hingegen kaum Zeit für Ausgleich bleibt, steht unser Körper nicht nur unter Strom, sondern wird über kurz oder lang auch krank davon. Bei Dauerstress verändert sich nämlich auch der Hormonhaushalt. Wir schütten dann vermehrt Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin aus. Diese sogenannten Stresshormone machen uns kurzzeitig leistungsfähiger, aber sie haben insbesondere auch Auswirkung auf die Atmung, das Verdauungssystem und die Durchblutung. Zu viele dieser Hormone in unserem Organismus schränken sie ihrer Funktionsweise ein und dann kann es zur Übersäuerung kommen, denn überschüssige Säuren können nicht mehr vollständig abgebaut werden.

Beobachten Sie zum Beispiel einfach mal Ihre Atmung, wenn Sie gestresst sind. Meist ist sie dann hektisch und flach – es gelangt deshalb nicht mehr genügend Sauerstoff ins Blut. Die Folge: Zum Abtransport saurer Abfallprodukte im Körper steht nicht mehr genügend Sauerstoff zur Verfügung, ebenso zu wenig für die Energiebereitstellung. Auf Dauer kann Stress also zur Übersäuerung und letztendlich zu ständiger Müdigkeit und Abgeschlagenheit führen.

Hörsturz und Schlaganfall-Risiko: Weitere Folgen von Dauerstress

Kurzzeitig erhöht Stress bzw. die dabei ausgeschütteten Hormone unsere Leistungsfähigkeit, v.a. die Konzentrationsfähigkeit des Gehirns. Doch bei längerem oder dauerndem Stress sind die Auswirkungen auf das Gehirn gravierend: Die Gehirnmasse kann schrumpfen und bedeutende Verästelungen nehmen ab. Im schlimmsten Fall kann infolgedessen ein Schlaganfall auftreten.

Und auch unsere Sinnesorgane sind von dauerndem Stress betroffen: Unsere Ohren nehmen uns dauernden Stress Übel, indem sie mit Pfeifen und Piepsen darauf reagieren. Tinnitus gehört zu einer der häufigsten Folgeerkrankungen bei Stress. Sogar ein Hörsturz kann drohen! Und damit ist die Liste der negativen gesundheitlichen Folgen noch lange nicht fertig geschrieben. Auch Magen-Darm-Beschwerden oder Bluthochdruck zählen dazu.

Raus aus der Stress-Falle – Tipps zur Stressbewältigung

Sport zählt wohl zu den wirksamsten Stress-Killern. Wer sich bewegt, sorgt für Ausgleich zum Büro-Alltag und reduziert dabei auch die Stresshormone im Körper. Gleichzeitig tun sie auch etwas für Ihre Gesundheit. Ein guter Anreiz sich mehr Zeit für Bewegung zu nehmen, ist zum Beispiel ein Schrittzähler. Wenn Sie merken, dass Sie Ihr Tagespensum an Schritten noch nicht annähernd erreicht haben ist es Zeit für einen Spaziergang in der Mittagspause!

Auch Kochen ist eine ideale Beschäftigung, um sich von Stresssituationen zu befreien und abzuschalten. Gönnen Sie sich am Feierabend die Zeit, sich etwas Leckeres zu kochen. Und ein weiterer Pluspunkt dabei: Sie können hierbei auch gleichzeitig etwas Weiteres für Gesundheit tun, indem Sie frisches Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte als neue Energielieferanten verwenden.

Besonders wichtig ist natürlich erholsamer Schlaf: Gehen Sie rechtzeitig ins Bett und verbringen Sie die Zeit davor nicht unbedingt mit Smartphone oder PC. Studien haben schon mehrfach gezeigt, dass sich dies negativ auf unseren Schlaf auswirkt!

Gute Erholung wünscht Ihr Team vom Säure-Basen-Ratgeber!