Zu viel Fleisch, zu viele Süßigkeiten, zu viel Alkohol und Nikotin: Wer seinen „Lastern fröhnt“, läuft Gefahr zu übersäuern. Regelmäßige Fastenzeiten können nicht nur dabei helfen, den Organismus zu entsäuern, sondern auch der richtige Weg zu einer langfristigen Ernährungsumstellung bedeuten. Zur Zeit besonders beliebt ist das Intervallfasten. Doch was steckt genau dahinter?

Wie funktioniert Intervallfasten?

Das Intervallfasten verspricht erfolgreichen Gewichtsverlust und den Körper zu entschlacken, ohne dabei zu hungern. Bei dieser Methode verzichtet man nicht komplett auf Nahrung, sondern nur Intervallweise.

Fasten bedeutet also nicht immer vollkommenen Verzicht oder gar Hungern. Mittlerweile setzt sich eher der Trend durch, teilweise zu fasten. Dabei geht es darum, eine gewisse Zeitlang auf „schlechte“ Nahrungsmittel zu verzichten, gesunde hingegen wieder mehr im Essensplan zu integrieren. Dies kann den Einstieg in eine gesundheitsfördernde Ernährung bedeuten. Im Rahmen einer Fastenkur setzen sich Fastende oft mit ihrem Körper, ihrer Gesundheit und ihrer Ernährung auseinander. Für eine grundlegende Diät oder langfristige Ernährungsweise ist das Fasten jedoch nicht zu empfehlen. Je nach Fastenart kann sogar eine ausgewogene Nährstoffzufuhr gefährdet sein. Senioren, Schwangere, Stillende, Jugendliche oder Kinder sollten auf Fasten gänzlich verzichten.

Das Intervallfasten dauert idealerweise fünf bis sieben Tage und bedeutet einen stundenweisen Verzicht auf Nahrung. In den meisten Beschreibungen und Anleitungen zum Intervallfasten wird eine Nahrungspause von 16 Stunden empfohlen. Diese Pause lässt sich etwa einhalten, indem man spät frühstückt und normal zu Abend isst.

Dieser Ernährungsrythmus lässt meist recht schnell das ein oder andere Kilo purzeln. Positiv wirkt sich sicherlich auch der Verzicht auf Weißmehlprodukte wie Weißbrot oder Brötchen, tierische Fette aus Fleisch, Fisch und Geflügel und auf Alkohol aus. Diese Lebensmittel sind auch beim Intervallfasten tabu.

Diese Basenbildner können darüber hinaus den positiven Effekt beim Intervallfasten verstärken:

  • Kartoffeln
  • Trockenobst
  • frische Kräuter
  • Gemüse (Spinat)
  • Lupine (heimische Pflanze mit hohem wertvollen Eiweißanteil)
  • Sprossen
  • Gewürze (Ingwer, Chili).

Beschwerden beim Intervallfasten

Wie auch bei anderen Fastenkuren kann es sein, dass der Körper infolge der Entgiftung mit Kopfschmerzen reagiert. Damit die Stoffwechselrückstände, das heißt etwa überschüssige Säuren schnell abtransportiert werden können, empfiehlt sich eine hohe Flüssigkeitszufuhr während des Fastens. Mineralstoffreiche Wassersorten oder auch ungesüßte Kräutertees können dabei auch positiv gegen die Kopfschmerzen wirken.

Positive Wirkung auf den Stoffwechsel

Während des Intervallfastens finden zahlreiche Stoffwechselprozesse statt: So braucht der Körper deutlich weniger Glucose (Zucker), er stellt sich also auf das Fasten ein. Das hat den positiven Nebeneffekt, dass der bei der Glucosebereitstellung im Organismus ebenfalls entstehende Harnstoff auch weniger produziert wird. Die Ausscheidungsorgane wie etwa die Niere können sich nun darauf konzentrieren überschüssige und angesammelte Stoffwechselsäuren abzutransportieren. Intervallfasten fördert also auch das Gleichgewicht des Säure-Basen-Haushalts.