Viele Menschen klagen über schlechten Schlaf, Einschlafprobleme, Schlafstörungen und sogar über Schlaflosigkeit. Auf Dauer kann schlechter Schlaf sich deutlich auf unsere Gesundheit auswirken. Etwa sieben bis acht Stunden täglich sollten es sein – weniger Schlaf lässt die Konzentration sinken genauso wie die Leistungsfähigkeit. Aber Schlafentzug kann sich auch auf unseren Gemütszustand, unsere Atmung oder Blutdruck auswirken. Auch unser Säure-Basen-Haushalt kann aus dem Gleichgewicht geraten, wenn wir auf Dauer schlecht schlafen.

Warum Schlaf so wichtig ist

Napoleon rühmte sich stets damit, nur fünf Stunden täglich insgesamt geschlafen zu haben. „Nur Idioten bräuchten mehr Schlaf“, soll er gesagt haben. Auch wenn Wissenschaftler immer wieder versuchen das Gegenteil zu beweisen: Sieben bis acht Stunden Schlaf pro Tag brauchen wir, um richtig zu funktionieren. Auch hier dient Napoleon als prominentes Beispiel: die Völkerschlacht in Leipzig soll er nur verloren haben, weil er in einer entscheidenden Phase wohl kurzzeitig weggenickt sei. Auf Schlafentzug reagieren unser Körper und Organismus empfindlich. Er kann zu Muskelspannung führen, unsere Atmung und den Herzschlag beeinträchtigen und Körpertemperatur, Hormone und Stoffwechsel durcheinander wirbeln. Sind insbesondere die Stoffwechselprozesse in unserem Körper gestört, dann können wir unter Umständen angereicherte Säuren nicht mehr vollständig abbauen. Das kann eine Übersäuerung nach sich ziehen und die wiederum viele andere Folgeerkrankungen bedingen: Von Müdigkeit, Abgeschlagenheit über diffuse Schmerzen bis hin zu chronischen Krankheiten wie Rheuma oder Diabetes.

So gelingt der gesunde Schlaf

Wieviel Schlaf wir benötigen ist genetisch festgelegt, die Schlafdauer bis wir wieder ausreichend fit sind ist also sehr individuell. Dabei verändert sich das Schlafverhalten aber auch mit dem Alter: Während Jugendliche etwa sehr viel Schlaf benötigen, kommen ältere Menschen auch mit weniger Schlaf aus. Für Erwachsene jedoch liegt die optimale Schlafdauer bei sieben bis neun Stunden pro Nacht. Neben der Schlafdauer hat auch die Schlafqualität erheblichen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Guter und gesunder Schlaf muss zu einem gewissen Anteil auch tief, vor allem aber erholsam sein.

Der einfache Ratschlag mehr zu schlafen, wenn man müde ist, erscheint wenig ratsam bei Einschlafproblemen oder Schlafstörungen. Deshalb kann es sehr hilfreich sein, ein Schlaftagebuch zu führen. Notieren Sie sich über jede Nacht, wann Sie, weshalb und wie lange nicht schlafen können. Auf diese Weise lassen sich die Ursachen für die Schlafstörungen in vielen Fällen schnell erkennen.

Für eine sogenannte gute Schlafhygiene ist vor allem der Rhythmus und die Gewohnheit von nicht zu unterschätzender Wichtigkeit. Versuchen Sie jeden Tag zur selben Zeit ins Bett zu gehen und aufzustehen. Bei Einschlafproblemen hilft es, wenn Sie vorher etwas lesen. Auch Schlafrituale wie Autogenes Training oder bestimmte Entspannungsübungen vor dem Zubettgehen können zur Gewohnheit werden und das Einschlafen triggern.

Vor allem aber kann guter Schlaf auch von der Ernährung beeinflusst werden. Alkohol, Nikotin und Zucker wirken gutem und gesunden Schlaf entgegen. Essen Sie abends lieber nicht zu spät und vor allem nicht zu schwer. Kräutertees etwa wirken entspannend und haben im Gegensatz zu Alkohol keinen aufputschenden Effekt. Zu guter Letzt sollte natürlich auch Ihr Schlafzimmer ein guter und gesunder Ort zum Schlafen sein: Dunkel, kühl, gut gelüftet und natürlich eine bequeme Matratze sind das A und O!

Erholsame Nächte wünscht Ihr Team vom Säure-Basen-Ratgeber!