Wenn Sie sich basisch ernähren, dann bedeutet das vor allem frische, möglichst unbehandelte und schonend zubereitetes Obst und Gemüse auf den Tisch zu bringen. In Zeiten von Gewächs- und Zuchthäusern sowie Importware, die uns Erdbeeren im Dezember bescheren, wird es zunehmend schwierig, regional und saisonal einzukaufen und zu kochen. Dabei hat jede Jahreszeit leckere Obst- und Gemüsesorten zu bieten. Wir verraten Ihnen welche Zutaten gerade Saison haben und deshalb jetzt auf den basischen Teller gehören!

April ist Blütezeit für Rhabarber

Rheum Barbarum (auf deutsch: Barbarenwurzel) ist der lateinische Name für das äußerst beliebte Sommerobst, das seinen Weg auf den Tisch meist in Form von Kompott oder Kuchen findet. Dabei kann die Barbarenwurzel mehr sein als nur süße Zierde. Rhabarber zeichnet sich insbesondere durch seine Kalorienarmut aus – er enthält auf 100 Gramm nur 20 Kilokalorien. Umso mehr stecken Mineralstoffe wie Kalium, Eisen und Phosphor in ihm. Außerdem enthält er viel Vitamin C und darüber hinaus Ballaststoffe. Der bekannte wie manchmal auch gefürchtete fruchtig-saure Geschmack kommt von Fruchtsäuren wie Apfel-, Zitronen- und Oxalsäure. Weil aber zu viel von Oxalsäure Vergiftungserscheinungen auslösen kann, sollte vor allem auf den Verzehr von Rhabarberblättern abgesehen werden – denn da steckt am meisten von dieser Säure drin.

Tipp gegen Saures

Rhabarbergerichte gehen meist Hand in Hand mit Zucker. Rhabarber ist durchaus sauer, dewegen versuchen wir diesen eher unbeliebten Geschmack durch eine süße Komponente auszugleichen. Doch Zucker harmoniert bekanntlich wenig mit der basischen Lebensweise. Wer zu frühem Rhabarber greift kann allzu sauren Rhabarber vermeiden. Erntezeit für Rhabarber ist von April bis Juni. Am Anfang der Erntezeit soll Rhabarber milder schmecken. Greifen Sie also zu – Rhabarber lässt sich auch gut einfrieren!

Rezeptvorschlag: Hähnchen mit Rhabarberchutney

Wie wäre es mal mit Rhabarber im Hauptgericht? In Form eines Chutneys kommt der fruchtig-saure Geschmack besonders zur Geltung und peppt Hühnchen-Gerichte wunderbar auf.

Zutaten für 4 Personen:

4 Stangen Rhabarber (ca. 250 g),
150 g Erdbeeren,
60 g braunen Zucker,
75 g getrocknete Feigen,
1 Zwiebel,
1 Knoblauchzehe,
1 haselnussgroßes Stück Ingwer,
1 rote Chilischote,
1 Zimtstange,
1 Msp. Currypulver,
2 EL Limettensaft,
Salz, Pfeffer
4 Hähnchenbrustfilets (á ca. 120 g),
2 TL Currypaste (Glas),
4 TL Öl,
Außerdem: Holzstäbchen, Alufolie

Zubereitung:

Rhabarber putzen und wie gewohnt schälen, waschen und in kleine Stücke schneiden. Die Erdbeeren waschen und würfeln. Rhabarber und Erdbeeren mit dem braunen Zucker mischen und etwa für 30 Minuten ziehen lassen. Inzwischen Feigen klein schneiden. Auch die Zwiebel, Knoblauch, Ingwer schälen und mit der Chilischote fein hacken. Anschließend das Gehackte mit Zimt, Curry, Essig und 75 ml Wasser in einem Topf mischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und dann bei geringer Hitze etwa 10 Minuten köcheln lassen. Dann Rhabarber und Erdbeeren dazu geben und für etwa 5 Minuten zu einem Chutney einkochen. Die Zimtstange anschließend entfernen.

Den Backofen auf 180 Grad Ober- Unterhitze vorheizen. Dann die Hühnchenfilets abtupfen, seitlich Taschen einschneiden und mit je einem halben Teelöffel Currypaste füllen. Mit den Holzstäbchen die Filets wieder verschließen. Das Hühnchen in einer beschichteten Pfanne in heißem Öl anbraten und im vorgeheizten Backofen etwa 30 Minuten garen lassen. Wenn das Hühnchen fertig ist mit dem Chutney anrichten.

Guten Appetit wünscht Ihr Team vom Säure-Basen-Ratgeber!