Region auf dem Teller: Bärlauch

Wenn Sie sich basisch ernähren, dann bedeutet das vor allem frische, möglichst unbehandelte und schonend zubereitetes Obst und Gemüse auf den Tisch zu bringen. In Zeiten von Gewächs- und Zuchthäusern sowie Importware, die uns Erdbeeren im Dezember bescheren, wird es zunehmend schwierig, regional und saisonal einzukaufen und zu kochen. Dabei hat jede Jahreszeit leckere Obst- und Gemüsesorten zu bieten. Wir verraten Ihnen welche Zutaten gerade Saison haben und deshalb jetzt auf den basischen Teller gehören!
Bärlauch

Kräuter für den Frühlingsbeginn: Bärlauch

Im März ist der Frühling schon ganz nah und auf dem Teller können wir ihn schon richtig schmecken. Ab März ist Bärlauch verfügbar und macht viele Gerichte schnell und unkompliziert sommerlich leicht. Nun beginnt die Gartensaison, das heißt die Kräuter stehen aus regionalem und frischem Anbau zur Verfügung. Bärlauch etwa kann man bereits bei einem Spaziergang durch den Wald riechen: Sein knoblauchartiger Geruch strömt einem richtiggehend in die Nase.

Bärlauch beispielsweise kann im März und April geerntet werden. Man kann ihn selbst sammeln oder auch selbst im Garten anbauen. Die Aussaat muss allerdings im Herbst erfolgen, weil es sich um einen Frostkeimer handelt. Beim Sammeln im Wald gebietet die Vorsicht aber, jemanden zu fragen, der sich auskennt. Der Bärlauch hat viel Ähnlichkeit mit den giftigen Blättern von Maiglöckchen oder der Herbstzeitlosen. Charakteristisch für Bärlauch ist der typische Knoblauchgeruch der Blätter, wenn man sie zerreibt. Ab Mai blüht der Bärlauch weiß und zieht seine Blätter zur Nährstoffspeicherung in die Zwiebel zurück. Das Zeitfenster zum Ernten ist also eng!

Bärlauch – ein gesundes Küchenkraut

Der langblättrige Bärlauch ist nicht nur aromatisch und damit eine Gewürzpflanze, sondern galt aufgrund seines Vitamingehalts schon bei Römern, Germanen und Kelten auch als Heilpflanze. Es enthält viel Vitamin C, aber auch ätherische Öle sowie Magnesium und Eisen. Und einen entscheidenden Vorteil hat der Bärlauch: Obwohl es ein Verwandter von Knoblauch und Zwiebel ist und im Geschmack ähnelt, hat er keinen Einfluss auf unseren eigenen Körpergeruch.

Rezeptideen für eine basische Ernährung

Folgende Listen geben einen Überblick und erleichtern die basische Ernährung:

Rezeptvorschläge mit Bärlauch

Bärlauch lässt sich wunderbar einfach verwerten, sowohl frisch und roh als auch in warmen Speisen. Er peppt etwa einen Kräuterquark oder einen Salat auf, kann aber auch für Suppen oder im Risotto eingesetzt werden. Wie wäre es zum Beispiel einmal mit Bärlauch-Pfannkuchen mit Tomaten-Schmand?

  • Zutaten für 2 Portionen:

    • 1 Bund Bärlauch
    • 3 Eier
    • 220 ml Milch
    • 180 g Dinkelmehl
    • Salz
    • 4 Tl Öl
    • 4 El Haselnussblättchen
    • 120 g Schmand
    • 30 g getrocknete Tomaten

    Zubereitung:

    Die Stiele vom Bärlauch abschneiden, die Blätter waschen, trocknen und in grobe Stücke schneiden. Für den Teig Eier, Milch, Mehl und eine Prise Salz verrühren und dann die Bärlauchstücke hineingeben. Den Teig dreißig Minuten quellen lassen. Tipp: Ein Schuß Mineralwasser macht Pfannkuchenteig noch fluffiger.

    Für den Dip den Schmand mit kleingehackten getrockneten Tomaten verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

    Öl in einer Pfanne erhitzen, einen Esslöffel der Mandelblättchen darin verteilen und dann etwa ein Viertel des Teigs für den ersten Pfannkuchen hineingeben. Den Pfannkuchen von beiden Seiten goldbraun backen. Der Teig reicht etwa für vier Pfannkuchen.

    Pfannkuchen mit dem Dip warm servieren.

    Guten Appetit wünscht Ihr Team vom Säure-Basen-Ratgeber!

Weiterführende Informationen zum Thema basische Ernährung:

Das könnte Sie auch interessieren:

Basische Ernährung

Warum basische Ernährung gesund ist!

Vor allem im Blut befinden sich sowohl Säuren als auch Basen. Bei gesunden Menschen bilden diese eine Säure-Basen-Balance. Gerät dieses Gleichgewicht aber aus den Fugen, dann kommt es zu Krankheitserscheinungen wie häufige Kopfschmerzen bis hin zu Migräne, chronischen Schmerzen, Gicht, Rheuma, Arthritis und noch anderen Krankheitsbildern. Eigentlich hat unser Körper natürliche Puffersysteme wie das Blut, die Leber, die Niere und die Haut, um einen Säureüberschuss auszugleichen. Wenn wir aber chronisch übersäuert sind – und das häufig infolge einer ungesunden, sauren Ernährung – dann sind diese Puffersysteme überfordert oder fallen sogar aus! Über die Ernährung können Sie also viel Einfluss auf den Säure-Basen-Haushalt nehmen. Und gerade basische Produkte helfen Ihnen, die Säure-Basen-Balance im Gleichgewicht zu halten oder aber sie wiederherzustellen. Und deshalb ist die basische Ernährung so gesund.

Weiterlesen
Muskelkater

Übersäuerung der Muskeln (Azidose) | Symptome & Behandlung

Jede Betätigung der Muskeln erfordert Energie, die auf verschiedene Arten bereitgestellt werden kann. Nach längeren Anstrengungen – durch vermehrten Kraftaufwand oder durch Dauerbelastung – kann es zu einer Übersäuerung von Muskeln kommen. Diese Azidose deutet sich durch leichte Muskelschmerzen an und führt bei längerem Bestehen zu einer Leistungsminderung. Im Allgemeinen ist eine Übersäuerung der Muskeln harmlos, da sie sich nicht auf den gesamten Stoffwechsel auswirkt und vom Körper durch Regulierungsmaßnahmen kompensiert wird.

Weiterlesen