Region auf dem Teller: Pastinaken

Wenn Sie sich basisch ernähren, dann bedeutet das vor allem frische, möglichst unbehandelte und schonend zubereitetes Obst und Gemüse auf den Tisch zu bringen. In Zeiten von Gewächs- und Zuchthäusern sowie Importware, die uns Erdbeeren im Dezember bescheren, wird es zunehmend schwierig, regional und saisonal einzukaufen und zu kochen. Dabei hat jede Jahreszeit leckere Obst- und Gemüsesorten zu bieten. Wir verraten Ihnen welche Zutaten gerade Saison haben und deshalb jetzt auf den basischen Teller gehören!
Pastinaken

Wunderwurzel Pastinake

Lange Zeit ist sie in Vergessenheit geraten und fand ihren Weg zurück auf den Tisch höchstens mal in Form eines pürierten Babybreis. Eigentlich gibt es die Pastinake schon seit dem 18. Jahrhundert in Deutschland, aber als die Kartoffel dazu kam verdrängte sie ihre ältere Verwandte. Mittlerweile erfreut sie sich wieder größerer Beliebtheit. Und das zu Recht! Von September an ist wieder Pastinakenzeit. Nun bekommen Sie frische und regionale Pastinaken entweder auf dem Wochenmarkt oder auch in gut sortierten Supermärkten. Greifen Sie ruhig zu, denn die kleinen, hellen Wurzeln sind kalorienarm, liefern dafür aber einige Vitamine und Mineralstoffe. Und dabei schmeckt die Pastinake wunderbar süßlich, würzig und nussig, passt perfekt in Pürees und Eintöpfe. Ihre Form erinnert nicht zu Unrecht an eine Karotte: die Pastinake gilt als Kreuzung zwischen Karotte und Petersilie.

Kleine Wurzel – Große Wirkung

Pastinaken sind gesund und im Gegensatz zu ihrer Konkurrentin, der Kartoffel, bringt sie nicht so viele Kohlenhydrate auf den Tisch. Sie hat aber nicht nur diätetische Vorteile, die Pastinake liefert zum Beispiel sehr viel Kalium und dieser Mineralstoff entlastet Herz und Kreislauf auf natürliche Weise. Auch an Magnesium ist die weiße Wurzel reich: 26 mg pro 100 g Pastinake. Gut für ein funktionierendes Nerven- und Muskelsystem! Außerdem sind sie sehr leicht verdaulich, weil ein Teil ihrer Ballaststoffe aus Pektin besteht. Das fördert die Verdauung sanft und sorgt für ein längeres Sättigungsgefühl. Aber auch hinter dem würzig-aromatischen Geschmack der Pastinake verbirgt sich große Wirkung. Die enthaltenen ätherischen Ölen sorgen nicht nur für den typischen Geschmack, sondern sie wirken auch antibakteriell.

Rezeptideen für eine basische Ernährung

Rezeptvorschlag: Gebackene Thymian-Pastinaken

Insbesondere renommierte Köche greifen seit längerer Zeit gerne wieder zur Pastinake, um daraus ein Püree zu machen oder eine Suppe. Wie wäre es mal mit der Pastinake „pur“? Kann als Beilage serviert oder einfach nur so genossen werden!

  • 10 Pastinaken
  • 3 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • 6 EL Thymianzweige

Zubereitung:

Pastinaken schälen und der Länge nach halbieren. Ein Backblech mit Öl einstreichen, mit Salz und Pfeffer bestreuen. Die Pastinaken auf dem Blech verteilen, mit dem restlichen Öl bestreichen und Thymian darüber streuen. Anschließend bei 200 Grad Hitze ca. 30 Minuten lang backen.

Guten Appetit wünscht Ihr Team vom Säure-Basen-Ratgeber!

Weiterführende Informationen zum Thema basische Ernährung:

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