Nass-kalte und dunkle Tage beschert uns der Winter. Unser Stoffwechsel arbeitet auf Hochtouren, um uns warm zu halten. Deshalb sind im Winter heiße und reichhaltige Speisen besonders beliebt. Leider bleiben die meist fettigen Speisen im Winter gerne an unseren Hüften hängen. Zudem können sich die oftmals fleischlastigen und fetten Gerichte auch negativ auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit auswirken. Fleisch und tierische Fette gehören zu den stark säurebildenden Lebensmitteln, die bei übermäßigem Verzehr eine chronische Übersäuerung bedingen können.

Eine gesunde, aber dennoch reichhaltige und wärmende Alternative für die kalte Jahreszeit sind Suppen. Früher galten Suppen oft als langweilig und wenig abwechslungsreich. Doch mittlerweile entfaltet sich in den Suppenküchen die gleiche Vielfalt und Exotik wie in der restlichen Kulinarik auch.

Ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt

Ganz im Trend liegt mittlerweile eine gesunde und ausgeglichene Ernährung. Superfoods oder Nahrungsmittel aus ökologischem Anbau sind schon lange im Alltag vieler Menschen angekommen. Besondere Bedeutung für eine gesunde Ernährung haben auch die Säuren und Basen.

In unserem Organismus laufen ständig Stoffwechselprozesse. Im Winter werden diese heruntergedrosselt, da der Stoffwechsel uns vor allem warm halten soll. Unser Organismus liegt dabei in einem neutralen Bereich, das heißt der pH-Wert liegt im idealen Bereich von 7. Durchaus kann es einmal zu Schwankungen kommen. Dafür ist unser Körper mit sogenannten Puffersystemen (Blut, Nieren, Leber, Lunge u.a.) ausgestattet, die diese Schwankungen ausgleichen. Bei dauerhaftem Stress, Bewegungsmangel und einer ungesunden, das heißt säurebildenden Ernährung, provozieren wir eine chronische Übersäuerung des Körpers. Die sogenannte Azidose kann wiederum zu Kopfschmerzen, Migräne, Osteoporose, Rheuma, Diabetes Typ II und noch vielen anderen Krankheiten führen. Zudem erhöht sich durch eine Übersäuerung die Infektanfälligkeit. Das wirkt sich gerade in der Erkältungsjahreszeit negativ aus.

Basische Suppen gegen Kälte und Erkältung

Gerade im Winter spenden uns Suppen Wärme und Wohlbefinden. Und nicht nur das: Mit basischen Suppen können wir zudem auch noch viel für unsere Gesundheit tun und den Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht halten. Eine gute Suppe mit saisonalen Zutaten spendet uns Energie und Wärme.

Im Winter sollten dafür vor allem Wintergemüse in den Topf und auf den Tisch kommen. Dazu eignen sich zum Beispiel Lauch, Weißkohl, Wirsing, Grünkohl und auch Rüben und Wurzelgemüse. Besonders fein ist eine Suppe aus dem Spargel „für arme Leute“: Die Schwarzwurzel hat einen fein nussigen und cremigen Geschmack. Diese Gemüse sind basenbildend und stecken voller Vitamine und Mineralstoffe. Zum Würzen und Verfeinern der basischen Suppe eignen sich wärmende Gewürze wie Curry, Ingwer, Muskat oder Meerettich.

Probieren Sie es doch einmal mit diesem Eintopf:

Steckrübeneintopf

Zutaten (für 4 Personen):

1 Zwiebel, 1 kleine Steckrübe (ca. 500 g), 400 g festkochende Kartoffeln, 1 EL Butter, 1 dicke Stange Lauch, 1 Bund glatte Petersilie, 100 g Sahne (nach Belieben), Salz, Pfeffer, 1 TL Senf, Pfeffer, 1 TL Sojasauce

Zubereitung:

Zwiebel schälen und würfeln. Steckrüben und Kartoffeln waschen, schälen und klein würfeln. Zerlassen Sie die Butter in einem großen Topf und dünsten Sie die Zwiebel darin glasig. Nun die Gemüsewürfel zugeben und etwa 2 Minuten dünsten. Gießen Sie etwa 1 Liter Wasser hinzu und garen Sie das Gemüse etwa 20 Minuten bei mittlerer Hitze.

Putzen Sie den Lauch und schneiden ihn in feine Ringe. Geben Sie den Lauch zum Eintopf und lassen Sie alles zusammen noch einmal etwa 10 Minuten garen. Zum Schluss geben Sie die gewaschene und fein gehackte Petersilie dazu und schmecken den Eintopf mit dem Senf, Salz, Pfeffer und der Sojasauce ab. Nach Belieben können Sie den Eintopf auch noch mit Sahne verfeinern.

Guten Appetit und kommen Sie gesund und munter durch den Winter!

Ihr Team des Säure-Basen-Ratgebers