Viele Fitness- und Sportjunkies beschäftigen sich mittlerweile genauso viel mit der richtigen Ernährung nach dem Sport, um die Leistungsfähigkeit zu steigern, die Regeneration oder den Muskelaufbau zu unterstützen. Gerade bei letzterem wird häufig zu einer kohlenhydratarmen, aber eiweißreichen Kost geraten: Viele Milchprodukte, Fleisch und eventuell sogar Nahrungsergänzungsprodukte. Aber solche Lebensmittel gehören auch zu den Säurebildnern, riskieren wir also mit einer eigentlich als gesund konzipierten Lebensweise nicht auch eine Übersäuerung? Erfahren Sie hier wie Sie Ihre Ernährung nach dem Sport dennoch gesund, ausgeglichen und vor allem nicht zu säurelastig gestalten können.

Energiespeicher wieder auffüllen – aber richtig!

Die richtige, das heißt vor allem gesunde Ernährung ist in unserer Gesellschaft zu einem immens wichtigen Thema geworden: Ob Übergewicht vermeiden, abbauen oder die Behandlung von Krankheiten mit gezielter Ernährung positiv unterstützen – gefühlt überall und jeder Zeit wird von der richtigen, individuellen Ernährung gesprochen. Auch Sportler wissen längst, dass Bewegung und Training nicht alles ist, um ein verfolgtes Ziel zu erreichen. Sportlerernährung avanciert zum bedeutenden Teil des Sportlerlebens an sich. Aber wie lässt sich eine solche, meist kohlenhydrat- oder eiweißreiche Sportlerernährung mit dem Säure-Basen-Haushalt vereinbaren? Und ist Muskelmasse aufbauen wirklich so gesund?

Kohlenhydrate sind nach dem Sport das A und O – egal, ob es um Ausdauer oder Kraft geht. Die Energiespeicher müssen nach einem anstrengenden Training einfach wieder aufgefüllt werden. Bedeutet das also, dass wir Unmengen an Pasta, Kartoffeln oder Weißmehl verdrücken sollten? Wohl kaum, denn so schnell wie vor allem Weißmehlprodukte Energie liefern, genauso schnell lassen sie den Blutzuckerspiegel auch wieder sinken. Was viele nicht wissen: Es gibt auch „gute“ Kohlenhydrate mit einem niedrigen glykämischen Index – sie machen lange satt und sind darüber hinaus mit dem Säure-Basen-Haushalt vereinbar. Dazu gehören etwa: Äpfel, Möhren, Quinoa oder auch Vollkornspaghetti. Und selbst wer nach einer Abnehmphase Muskelmasse aufbauen möchte kann statt zu Weizenprodukten zu Kartoffeln, Reis, Kürbis, Bananen und Datteln greifen – auch sie gehören zu den guten Energielieferanten.

Wozu sind Proteine nach dem Sport gut?

Proteine, also Eiweiße, dienen nach einem anstrengenden Workout dazu, Muskelzellschäden zu reparieren und Muskelmasse aufzubauen. Aber keine Angst: Die Mär vom Rohe-Eier-Cocktail ist längst überholt. Es müssen auch keine industriell hergestellten Eiweißshakes sein. Vor allem nach einem kräftezehrenden Training bietet sich ein After-Workout-Snack an. Hier kommen wieder Bananen ins Spiel, aber auch Shakes aus Mandel- oder Reismilch genauso wie eine Hand voll Mandeln oder eventuell etwas Magerquark – alles Lebensmittel, die unseren Säure-Basen-Haushalt nicht strapazieren.

Rezeptvorschlag: Basischer After-Workout-Shakes

Selbst Intensivsportler können bei Ihrer Sportnahrung auf basische Lebensmittel setzen. Probieren Sie es etwa mal mit diesem beerigen After-Workout-Shake.

Zutaten für eine Person:

200 ml Milch bzw. pflanzliche Milch (Mandel- oder Reismilch)

40 g Haferflocken

50 g Magerquark

1 Banane

50 g Beeren

10 g Kakaopulver

Für die Zubereitung geben Sie einfach alle Zutaten in einen leistungsstarken Mixer. Tipp: Für eine kalorienärmere Alternative können Sie auch die Haferflocken weglassen oder Kokosreismilch verwenden. Im Sommer liefern Tiefkühl-Beeren den Extra-Frische-Kick.