Sport treiben ist gesund, hält fit und gehört einfach zu einer basenreichen Lebensweise dazu! Bewegung hilft uns und unseren körpereigenen Puffern dabei, überschüssige Säuren abzutransportieren, wirkt als Ausgleich zu einem stressigen Arbeitsalltag und dient so auch der Prävention vor Übersäuerung. Es gibt jedoch ein „Aber“. Gerade ungeübte Anfänger kennen die Auswirkungen von sportlichem Eifer: Muskelkater am nächsten Tag. In den Muskelzellen wird zudem ab einem bestimmten Zeitpunkt Milchsäure produziert, die zu den schmerzenden Gliedern führt. Muskeln können beim Sport folglich auch übersäuern! Eine bewusste Ernährung und natürlich richtige Regeneration ist für Sportler unabdingbar.

Was passiert beim Sport in den Muskeln?

Wenn Sie mit dem Sport gerade erst oder wieder beginnen, werden Sie schnell merken, wo Ihre Grenzen liegen. Mit regelmäßigem Training lassen die sich aber schnell verschieben – sie werden leistungsfähiger. Aber gerade am Anfang kann es schon einmal sein, dass Ihnen schon nach gefühlt kurzer Zeit, „die Puste wegbleibt“. Ähnliches passiert dann auch in der Muskulatur.

Sportliche Aktivitäten, die das bisherige Leistungsniveau übersteigt, führt auch im Muskel zu einer Unterversorgung mit Sauerstoff. Mediziner und auch Sportexperten nennen das Training im aeroben Bereich. Dieses Sauerstoffdefizit führt in den Muskelzellen zur einem Energiedefizit und deshalb zur Produktion von Milchsäure. Im Muskel herrscht ein zunehmend saures Milieu, irgendwann schmerzen die Muskeln und kontrahieren sowie entspannen nicht mehr optimal.

Insbesondere als Anfänger empfiehlt es sich deshalb nicht oder nur kurze Zeit in diesem aeroben Bereich zu trainieren. Cardiotraining wie Joggen, Walken oder Schwimmen gehen Sie am besten erst langsam an, bei Seitenstechen können Sie kurze Pausen bzw. Gehpausen einlegen. Sie werden merken, dass Sie auch auf diese langsame Art schneller und leistungsfähiger werden!

Zusätzliche Tipps, um einer Muskelübersäuerung vorzubeugen

Das Aufwärmen der Muskeln vor dem Beginn einer sportlichen Aktivität ist das A und O, um Verletzungen und Muskelübersäuerungen vorzubeugen. Genauso wichtig ist die Flüssigkeitszufuhr. Das bedeutet nicht, dass Sie immer beim Joggen etwas zu trinken dabei haben müssen – erst ab 60 Minuten kontinuierlicher Bewegung sollten Sie zwischendurch etwas trinken. Vor allem aber: Füllen Sie nach dem Sport die Wasserspeicher wieder auf.

Außerdem können Sie mit einer basenreichen Ernährung, d.h. viel Obst und Gemüse, ihre Leistungsfähigkeit unterstützen und ihren Mineral- und Nährstoffvorrat auffüllen. Beim Ausdauersport werden über den Schweiß nicht nur Säuren aus dem Körper abtransportiert, sondern auch Mineralstoffe wie Magnesium. Gerade für Leute, die viel Sport treiben, ist deshalb eine Nahrungsergänzung wichtig.

Vergessen Sie auch das Dehnen nach dem Sport nicht! Wichtig sind ebenso ausreichend Regenrationsphasen.

Ernährung für Sportler

Um Sport treiben zu können, brauchen Sie Energie. Das bedeutet, Sie benötigen Kohlenhydrate und Eiweiß. Für den Säure-Basen-Haushalt bedeutet das allerdings, vermehrt säurebildende Lebensmittel. Gleichzeitig benötigen Sie als Sportler besonders viele Vitamine und Mineralstoffe, um Verletzungen vorzubeugen und gut regenerieren zu können. Kombinieren Sie deshalb am besten Kohlenhydrat-lastige Mahlzeiten mit viel Salat und Gemüse. Bananen sind übrigens ideale Energielieferanten und enthalten darüber hinaus eine Menge Nährstoffe. Anstatt isotonischer Getränke, eignen sich für einen ausgewogenen Säure-Basen-Haushalt eher stille und mineralstoffreiche Mineralwasser oder Saftschorlen. Nach dem Training müssen Sie die Energie- sowie Nährstoffspeicher wieder auffüllen. Die Muskulatur braucht nun vor allem Eiweiße. Anstatt sich nun viel Fleisch auf den Grill zu packen, kombinieren Sie Ihr Essen wieder. Der Körper kann zum Beispiel ein Gericht aus Kartoffeln mit einem 35-prozentigen Anteil von Eiweiß besser verwerten als den puren Fleischkick!

Hals und Beinbruch wünscht Ihr Team vom Säure-Basen-Ratgeber!