Ständige Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Verstimmungen oder auch chronische Schmerzen: das sind die typischen Anzeichen einer akuten oder chronischen Übersäuerung. Vor allem mit unserer Lebensweise nehmen wir großen Einfluss, nicht nur auf unser Wohlbefinden im Allgemeinen, sondern ganz gezielt auch auf unsere Gesundheit. Zu viele säurelastige Lebensmittel, zu wenig Schlaf, Stress und mangelnde Bewegung machen auf Dauer krank und bergen das Risiko an einer chronischen Übersäuerung zu erkranken. Erfahren Sie hier, wie Sie Ihren Säure-Basen-Haushalt in Balance halten oder wieder dorthin zurückbringen.

Warum Entsäuern?

Wenn unser Körper mit Säuren überlastet ist, lagert er die überschüssigen Schadstoffe einfach ein – etwa im Gewebe. Oder er zapft Mineralstoffdepots an, die dabei helfen sollen, die Säuren zu neutralisieren. Zu viele Säuren oder aber leere Mineralstoffreserven ziehen nicht nur den Säure-Basen-Haushalt in Mitleidenschaft, sondern er kann sich auf zahlreiche Stoffwechselprozesse in unserem Organismus auswirken und Folgeerkrankungen nach sich ziehen. Es wird deshalb viel diskutiert über den Zusammenhang einer Übersäuerung mit Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, aber auch mit Kopfschmerzen. Rheumatischen Erkrankungen, Störungen des Verdauungstraktes und noch vielem mehr. Abgesehen davon, dass eine säureüberschüssige Ernährung ungesund ist, drohen eben auch schwerwiegendere Folgen. Deshalb lohnt es, sich basenüberschüssig zu ernähren oder wenn man bereits übersäuert ist, auch eine Zeit lang zu entsäuern.

Mit einer Entsäuerung kommen wir aus Stimmungstiefs wieder schneller heraus, können Energielosigkeit besser bekämpfen und helfen unserer Verdauung sich wieder zu normalisieren.

Basenfasten für den Einstieg in einen gesunden Säure-Basen-Haushalt

Wenn überwiegend Weißmehlprodukte, Fleisch und fette Milchprodukte auf Ihrem Speiseplan stehen, laufen Sie Gefahr, eine chronische Übersäuerung zu entwickeln. Wenn Sie Ihren Säuren-Basen-Haushalt wieder normalisieren möchten, kann es hilfreich sein, einmal auf alle säurebildenden, meist eiweißreichen Lebensmittel für fünf Tage bis zu zwei Wochen zu verzichten.

Sie fasten also dem Namen nach nicht wirklich Basen, sondern die Säurebildner. Verzichten sollten Sie während des Basenfastens auf die ungesunden Säurebildner mit vielen Kohlenhydraten wie Weizenprodukte oder fetten Lebensmitteln wie Wurst und Käse. Aber Vorsicht: Auch Kaffee gehört zu den sauren Lebensmitteln. Wenn Sie das Basenfasten hinter sich haben, können Sie sich aber ruhig wieder eine Tasse gönnen. Wichtig ist dann nur, nicht wieder in alte Gewohnheiten zurück zu fallen.

Sie ernähren sich also ein paar Tage lang ausschließlich von Obst, Gemüse, auch Kartoffeln, Nüsse und Samen sowie Kräuter. Basisch bedeutet auch nicht Rohkost, die Vielfalt an Zubereitungsmöglichkeiten wird Sie überraschen. Morgens können Sie zum Beispiel mit einem Beeren-Müsli mit Erdmandelflocken starten. Mittags gönnen Sie sich einen leichten Sommersalat und abends eine Gemüsepfanne. So müssen Sie nicht hungern und können trotzdem ein bisschen Gewicht verlieren.

Viel Erfolg beim Durchhalten wünscht Ihr Team vom Säure-Basen-Ratgeber!