Zucker ist nicht gesund, so viel steht fest. Zu viel davon und wir werden dick, müde und im schlimmsten Fall auch krank. Kein Wunder also, dass sich der Haushaltszucker auch bedenklich auf unseren Säure-Basen-Haushalt auswirkt. Wenn es zu einer Übersäuerung in unserem Organismus kommt, drohen weitere Folgeerkrankungen. Gründe für Zuckerverzicht, zumindest aber eine Reduktion des Zuckerkonsums gibt es also genügend. Hier erfahren Sie, wie Sie zum Beispiel beim Backen ohne Probleme auf Zucker verzichten können!

Wie wirkt sich Zucker auf den Säure-Basen-Haushalt aus?

Zucker liefert schnell Energie, wir werden wach und fit. Genauso schnell fällt unser Blutzuckerspiegel dann aber auch wieder ab und verursacht auf diese Weise häufig Heißhungerattacken. Zucker macht also keinesfalls satt, liefert allenfalls sogenannte „leere“ Kalorien. Der haushaltsübliche Zucker gehört zwar nicht zu den Säurebildnern, reagiert also in unserem Organismus erstmal neutral, aber da hört der Stoffwechselprozess des Zuckers nicht auf. Er erhöht wie bereits erwähnt unseren Blutzuckerspiegel, dieser wiederum hemmt die Säureregulation und –ausscheidung aus unserem Körper. Zuckerkonsum trägt also indirekt zu einer Übersäuerung bei.

Eine akute oder auch bereits chronisch gewordene Übersäuerung macht sich in ständiger Müdigkeit und Abgeschlagenheit bemerkbar, aber auch diffuse Schmerzen, Hautprobleme, Tinnitus oder Verdauungsprobleme können darauf zurückzuführen sein.

Auf Zucker verzichten – aber wie?

Der chemisch aus der Zuckerrübe gewonnene weiße Zucker enthält keinerlei Mineralien oder Vitamine mehr. Und das Teufelszeug steckt fast überall drin, was in der Industrie schon weiter verarbeitet wurde, insbesondere in Fertig- und Convenienceprodukten steckt viel Zucker. Ein erster Schritt zum Zuckerverzicht ist es also, am besten alle Lebensmittel frisch zu kaufen und selbst ohne Zucker zuzubereiten. Das funktioniert sogar beim Backen! Es gibt doch einige Alternativen zum Süßen von Gebäck:

Kokosblütenzucker

Dieser Zucker wird, wie der Name schon verrät, aus der Kokosblüte gewonnen. Er schmeckt aber nicht nach Kokos, sondern erinnert mehr an braunen Zucker mit seiner Karamellnote. Kokosblütenzucker soll einen geringeren glykämischen Index haben, beim Verzehr steigt der Blutzuckerspiegel nur langsam – ideal etwa für Diabetiker.Zudem wirkt er basisch.

Agavendicksaft

Agavendicksaft kommt ursprünglich aus Mexiko, wo schon die Ureinwohner vor tausenden von Jahren diesen Saft nutzten. Er wird aus der Gave-Pflanze gewonnen, einer zuckersüßen Pflanze. Eingekocht wird dieser Saft zu einer Art Sirup und hat damit sogar eine höhere Süßkraft als Zucker – also Vorsicht!

Apfel- und Birnendicksaft

Der Saft der Früchte wird eingedampft bis der enthaltene Fruchtzucker konzentriert ist. Das typische Aroma bleibt erhalten – passt also wunderbar zu Obstkuchen! Die Süßkraft dieser Fruchtsäfte ist geringer als bei etwa Honig, dafür ist sie im Geschmack intensiver.

Rezeptvorschläge: Backen ohne Zucker

Natürlich geht es nicht ganz ohne Zucker – aber auf den chemisch produzierten, raffinierten Haushaltszucker können Sie getrost verzichten. Probieren Sie es aus, zum Beispiel mit einem zuckerfreien Zimt-Zupfsbrot.

Zutaten:

  • 300 ml ungesüßten Haferdrink
  • ½ Würfel frische Hefe
  • 3 ½ EL Kokosöl
  • 2 EL Kokosblütenzucker
  • 50 g Vollkorn-Dinkelmehl
  • 120 g Vollkorn-Weizenmehl
  • 200 g Vollkorn-Dinkelmehl
  • Prise Salz
  • 1½ TL Zimtpulver

Zubereitung:

Haferdrink erwärmen, Hefe hineinbröckeln, 2 EL Kokosöl dazugeben und unter Rühren auflösen. Anschließend 1 EL Kokosblütenzucker und Mehl einrühren. Danach Mehlsorten, Salz und ½ TL Zimt mischen, Hefeansatz dazugeben und kneten. Teig abgedeckt eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. Währenddessen restliches Kokosöl erwärmen bis es flüssig ist und mit Zucker und Zimt vermischen. Teig zu einem Rechteck ausrollen und mit flüssigen Zucker-Zimt-Mischung bestreichen. Teig in gleich große Quadrate schneiden und in vier bis fünf Stapeln aufeinanderlegen und diese Stapel dann nebeneinander mit den Schnittkanten nach oben in eine gefettete Kastenform setzen. Nochmals 30 Minuten in der Form gehen lassen. Bei 175 Grad ca. 30. Minuten goldbraun backen.

Guten Appetit wünscht Ihr Team vom Säure-Basen-Ratgeber!