Nahrungsmitteltabelle – Saure und basische Lebensmittel

Wer sich vorgenommen hat, seinen Säure-Basen-Haushalt durch eine Umstellung der Ernährung wieder ins Gleichgewicht zu bringen, muss Kenntnis über saure und basische Lebensmittel haben. Eine kurze Erklärung der wissenschaftlichen Einordnung von Lebensmitteln durch den PRAL-Wert und ein Literaturtipp zu einer ausführlichen Nahrungsmitteltabelle sollen Ihnen dabei die nötige Information bieten, um Ihren zukünftigen Speiseplan richtig erstellen zu können.
Saure und basische Lebensmittel

Übersäuerung durch Nahrungsmittel

Meist sind für die Entstehung einer chronischen Azidose vor allem unsere modernen Ernährungsgewohnheiten verantwortlich. Ein deutlicher Säureüberschuss aufgrund eines zu hohen Anteils an eiweißreichen Nahrungsmitteln und gleichzeitig ein zu niedriger Verzehr basischer Lebensmittel führen über kurz oder lang zu einer ernährungsbedingten Übersäuerung.

Der PRAL-Wert

PRAL bedeutet „Potenzielle renale Säurelast“ und wird in Milliäquivalent pro 100 g Lebensmittel (mEq/100 g) angegeben. Dieser Wert gibt darüber Aufschluss, wie hoch die Säureausscheidung über die Niere beim Verzehr von 100 g eines Lebensmittels ist. Ein negatives Vorzeichen bedeutet dabei, dass das entsprechende Nahrungsmittel im Körper basisch verstoffwechselt wird. Ein positives Vorzeichen hingegen zeigt an, dass ein saures Stoffwechselprodukt im Körper entsteht.

Rezeptideen für eine basische Ernährung

Basische und säurebildende Lebensmittel

Basische Lebensmittel sind vorwiegend Gemüse, Obst und Salat. Kräuter, Haselnüsse und Pilze sind ebenfalls basisch, genau wie einige Sorten an Tee, besonders Kräutertee. Auch Kaffee hat einen basischen Effekt auf den Säure-Basen-Haushalt. Säurebildende Nahrungsmittel sind alle Arten von Fleischsorten, Geflügelprodukte und Meeresfrüchte. Eine säurebildende Wirkung haben ebenfalls Eier, Milch- und Getreideprodukte.
Eine ausführliche Nahrungsmitteltabelle mit den Angaben der PRAL-Werte sowie weitere interessante Informationen rund um das Thema Säure-Basen-Haushalt finden Sie im Buch „Säure-Basen-Balance“ von Prof. Dr. Jürgen Vormann.

Fazit

Eine abwechslungsreiche Ernährung mit gemäßigter Eiweißaufnahme senkt die Säurebelastung der Niere. Durch den ausreichenden Verzehr von Obst, Gemüse und Salat wird zudem eine angemessene Basenzufuhr gewährleistet. Und schließlich hat die Vielfalt an Nährstoffen einer gemüse- und obstreichen Kost ja auch noch viele weitere positive Wirkungen auf die Gesundheit.

Weiterführende Informationen zum Thema basische Ernährung:

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