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Viele chronische Krankheiten wie Gelenkschmerzen, Arthrose oder Allergien sind auf eine Übersäuerung des Körpers zurückzuführen. Wer ständig krank ist, sollte alles daran setzten, den körpereigenen Säure-Basen-Haushalt ins Gleichgewicht zu bekommen – und zuvor bestmöglich über die Unterschiede basischer und säurebildender Lebensmittel Bescheid wissen.

Übersäuernde Lebensmittel: eine Übersicht

Die meisten tierischen Produkte, zuckerhaltige Lebensmittel, Fertigprodukte – sie alle zählen zu den säurehaltigen Nahrungsmitteln. Wie ihr Name schon sagt, enthalten säurebildende Lebensmittel viele sauer wirkende Mineralien und Spurenelemente wie beispielsweise Schwefel oder Phosphor. Um langfristig gesund zu bleiben oder zu werden, sollten Inhaltsstoffe wie diese eher vermieden werden. Saure Lebensmittel verfügen zudem oft über einen äußerst geringen Wassergehalt und werden somit eher langsam über die Nieren ausgeschieden. Die Folge: Ein Teil der Säuren und Gifte bleibt dauerhaft im Körper und trägt dazu bei, dass er weiter übersäuert. Ein weiterer Nachteil saurer Lebensmittel: Sie beeinträchtigen die Darmflora und die Verdauung und sind mit dafür verantwortlich, dass anfallende Säuren immer schlechter ausgeschieden werden können. Und zu guter Letzt enthalten saure Lebensmittel weniger Antioxidantien, die der Körper zur selbstständigen Entsäuerung braucht.

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Basische Lebensmittel: eine Übersicht

Im Gegensatz zu sauren Lebensmitteln verfügen basische Lebensmittel über einen hohen Anteil basisch wirkender Spurenelemente und Mineralien wie beispielsweise Kalium, Eisen oder Magnesium. Enthaltene Vitamine und Stoffe wie Chlorophyll und Antioxidantien tragen zur Stärkung des Immunsystems bei und unterstützen die Entgiftungsorgane. Überschüssige Säuren können also dank basischer Lebensmittel besser neutralisiert und ausgeleitet werden. So kommt es erst gar nicht zu einer Übersäuerung des Körpers. Ein weiterer Vorteil basischer Lebensmittel: Im Gegensatz zu säurehaltigen Nahrungsmitteln enthalten sie viele wertvolle Antioxidantien, die eine entzündungshemmende Wirkung auf den Körper haben. Da basische Lebensmittel einen hohen Wassergehalt besitzen, kann der Körper Säuren auch dann ausscheiden, wenn ihm zu wenig Flüssigkeit zugeführt wird.

Basische Lebensmittel bevorzugen

Mit einer gesunden Ernährung kann man Störungen im Säure-Basen-Haushalt entgegenwirken beziehungsweise ins Gleichgewicht bringen. Und so geht’s: Setzen Sie auf viel Gemüse und Obst, weil hier viele Sorten zu den Basenbildnern gehören. Fleisch und Fisch sollten nur selten auf den Tisch kommen, denn sie zählen zu den Säurebildnern. Frische Vollmilch und Buttermilch gelten als fast neutral, sind also erlaubt. Nur Kaffee, Schwarztee und Alkohol sollten Sie nach Möglichkeit ganz weglassen oder stark einschränken, denn sie wirken säurebildend im Körper. Besser sind Kräuter- und Früchtetees, Mineralwasser und Fruchtschorlen. Getreide und Brot gelten zwar als Säurebildner, jedoch als gute, und sollten auf dem Speiseplan nicht ganz fehlen.

Zu den basischen Lebensmitteln gehören Früchte, Gemüse, Pilze, Sprossen und Kräuter. Die folgende Übersicht gibt einen groben Überblick darüber, welche Lebensmittel basisch sind:

  • Obst
  • Gemüse
  • Pilze
  • Kräuter
  • Konjak-Nudeln
  • Süßungsmittel (Xylit, Stevia, selbstgemachter Agavendicksaft)

Als Faustregel der basischen Ernährung gilt das 80/20-Prinzip. Das bedeutet: 80 Prozent der Lebensmittel, die man zu sich nimmt, sollten basisch, 20 Prozent dürfen säurebildend sein. Wer also zum Beispiel eine Portion Fleisch oder Fisch isst, nimmt im besten Fall (als Beilage) vier Mal so viel basische Lebensmittel zu sich. Auf der sicheren Seite ist, wer bei der Auswahl der Rezepte auf dieses Mengenverhältnis achtet oder es anpasst.

Saure Nahrungsmittel in der Ernährung reduzieren

Wie bereits erläutert, zählen vor allem tierische Produkte wie Fleisch, Wurst, Fisch und Käse zu den säurebildenden Nahrungsmitteln. Aber auch pflanzliche Eiweiß-Lieferanten gehören dazu, so zum Beispiel Getreide und Hülsenfrüchte. Wem daran liegt, seinen Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen oder dieses dauerhaft zu halten, muss aber nicht komplett auf saure Lebensmittel verzichten. Überschreiten diese nicht 20 bis 30 Prozent der Mahlzeiten, ist alles in bester Ordnung. Verschiebt sich allerdings das Verhältnis zu sehr zugunsten der Säurebildner, droht eine chronische Übersäuerung.

Gute und schlechte Säurebilder

Nicht alle sauren Lebensmittel sind grundsätzlich schlecht für unseren Organismus. Hier wird zwischen den guten und den schlechten Säurebildnern unterschieden. Manche sind insgesamt doch gesünder als andere und für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt unverzichtbar. Gute Säurebildner enthalten trotz ihrer Säurewirkung viele wertvolle Nährstoffe – vor allem viele Mineralstoffe. Für eine vollwertige und basenreiche Ernährung sind diese unverzichtbar.

Zu den guten Säurebildnern zählen folgende Nahrungsmittel:

  • Vollkorngetreide
  • Hülsenfrüchte: Linsen, Bohnen, Mungobohnen, Adzukibohnen, Sojabohnen, Kichererbsen
  • Sojaprodukte
  • Artischocken, Spargel, Rosenkohl
  • Grüner und weißer Tee

Zu den schlechten Säurebildnern zählen folgende Nahrungsmittel:

  • Fleisch und Wurstwaren
  • Fisch und Meeresfrüchte
  • Käse
  • Geschältes Getreide und Auszugsmehle, auch polierter Reis
  • Zuckerhaltige Lebensmittel, auch zuckerhaltige Getränke
  • Stark verarbeitete Lebensmittel mit Zusatzstoffen

Warum unser Stoffwechsel nicht zu unserer heutigen Ernährung passt

Besonders in den letzten beiden Generationen stieg der Konsum von Fleisch und Milchprodukten wie auch von verarbeiteten Lebensmitteln rasant an. Doch bei all der Veränderung – unser Stoffwechsel selbst ist gleichgeblieben und funktioniert noch genauso wie vor tausenden von Jahren. Die Menschen damals nahmen hauptsächlich basische Lebensmittel wie Beeren, Samen oder Kräuter zu sich. Fleisch gab es eher selten. Auf den heutigen großen Konsum säurebildender Lebensmittel ist unser Körper schlicht nicht vorbereitet, denn er hatte nicht genug Zeit, sich an die veränderten Bedingungen anzupassen: Über mehrere Millionen von Jahren war die Ernährung eher basisch. Das wandelte sich erst als Folge der industriellen Revolution Mitte des letzten Jahrhunderts. Auch wenn das Bewusstsein für gesunde Ernährung bei viele Menschen immer mehr zunimmt – eine noch größere Sensibilität für den Säure-Basen-Haushalt wäre sicherlich sinnvoll, auch im Kampf gegen viele (Volks-)Krankheiten.