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Eine basische Ernährung soll den Säure-Basen-Haushalt im Körper in Balance halten und für mehr Wohlbefinden sorgen. Doch wie genau funktioniert diese Ernährungsform eigentlich? Wir klären alle Fragen zur basenreichen Ernährung und informieren darüber, bei welchen Lebensmitteln Sie beherzt zugreifen können.

Was es bedeutet, sich basisch zu ernähren

Die basenreiche Ernährung ist eine Ernährungsform, bei der basenbildende bzw. alkalische Lebensmittel im Vordergrund stehen. Also Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Nüsse, Kräuter, Soja- und Vollkornprodukte, Sprossen und Samen, die mit ihrer hohen Dichte an Ballast- und Nährstoffen sowie Mineralien und Proteinen für einen optimal funktionierenden Organismus sorgen. Auf säurebildende Lebensmittel wie beispielsweise tierische Produkte wird bei der basischen Ernährung überwiegend verzichtet. Das Ziel: Den Körper dabei zu unterstützen, das Verhältnis von Säurebildnern und Basen in Balance zu halten und zu einem gesunden pH-Wert zurückzukehren. Bei gesunden Menschen beträgt der pH-Wert 7,4 und wird über die Lungen, die Nieren, die Leber und über Puffersubstanzen aus dem Skelett und dem Blut konstant gehalten. Über die Atmung wird überschüssige Säure als Kohlendioxid oder mithilfe der Nieren aus dem Blut gefiltert und mit dem Urin ausgeschieden. Ist der Wert niedriger als 7,4 spricht man von einer Übersäuerung des Körpers.

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Sauer oder basisch – gibt der Geschmack eines Lebensmittels darüber Auskunft?

Man beißt in eine Zitrone oder ein Stück Käse und weiß sofort, ob es sich dabei um ein saures oder basisches Lebensmittel handelt? So einfach ist es leider nicht, denn der Geschmack entscheidet nicht darüber, ob ein Lebensmittel zu den säurebildenden oder basenreichen Nahrungsmitteln gehört. Entscheidend hingegen sind die Verdauungsvorgänge, bei denen bei der Verstoffwechslung von Lebensmitteln Säure gebildet wird. Das ist der Fall bei tierischen Produkten wie Fisch, Fleisch, Wurst, Käse, Milch und Milchprodukten sowie Hühnereiern, aber auch bei Getreide, Alkohol und raffiniertem Zucker. Ob ein Lebensmittel basisch oder sauer im Organismus wirkt, gibt die potenzielle renale Säurelast, also die Belastung der Niere mit Säuren an. Gemessen wird sie mit dem sogenannten PRAL-Wert (Englisch: potential renal acid load). Er wird in Milliäquivalent pro 100 g Lebensmittel (mEq/100g) angegeben und sagt aus, wie hoch die Säureausscheidung über die Nieren beim Verzehr von 100 g eines bestimmten Lebensmittels ist. Wer sich basisch ernähren möchte, besorgt sich am besten eine Lebensmitteltabelle mit PRAL-Werten. Bei Lebensmitteln mit negativem PRAL-Wert werden vermehrt Basen gebildet, die Säurelast ist hier gering. Ist der PRAL-Wert allerdings positiv, fallen vermehrt Säuren an – die Säurelast ist daher hoch.

Übersäuerung: Welche Symptome machen sich bemerkbar?

Wer sich häufig müde, schlapp, lust- und antriebslos fühlt, unter Schlafstörungen, Muskelverspannungen und Kopfschmerzen leidet und generell anfällig für Infekte ist, sollte diese Warnsignale des Körpers ernst nehmen. Denn dann könnte eine Übersäuerung, eine sogenannte Azidose, dahinterstecken. Was das bedeutet? Der pH-Wert im Körper ist aus dem Gleichgewicht geraten, es sind zu wenige Basen oder zu viele Säuren vorhanden. Ein unausgeglichener Säure-Basen-Haushalt wirkt sich auf die Gesundheit und das Wohlbefinden aus, denn die Hormontätigkeit und der Transport von Nährstoffen werden stark beeinträchtigt. Wie man eine Übersäuerung des Körpers feststellt? Das übernimmt der Arzt, indem er den pH-Wert des Blutes, die Säure- und Basenkonzentration und die Konzentration von Sauerstoff und Kohlendioxid misst. Ergibt der Labortest, dass der Körper übersäuert ist, ist dies aber noch lange kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Denn mit einer Änderung des Lebensstils beziehungsweise mit einer basischen Ernährung kann der Säure-Basenhaushalt wieder in ein natürliches Gleichgewicht gebracht werden. Die Beschwerden können so gelindert und im besten Fall dauerhaft gelöst werden.