Skifahren macht Spaß, ist gesund und darüber hinaus kann man damit auch seine Figur formen. Skifahrer und Snowboarder sehnen deswegen die kalte Jahreszeit und den Schnee herbei, um wieder auf der Piste stehen zu können. Beansprucht werden bei diesen Sportarten vor allem Bein- und Pomuskulatur. Skifahren dient aber auch dem Ausdauertraining. Aber Vorsicht: Ungeübte oder falsche Haltung führen aber schnell zur Überforderung der Muskulatur.

Winterlich fit

Im Winter fällt es oftmals schwer, Sport zu treiben und die Muskulatur zu trainieren. Schnee ist die perfekte Ausrede, die Joggingrunde abzusagen – in der kalten Jahreszeit bleiben wir einfach gerne auf der Couch oder zumindest im Warmen. Ganz anders geht es Skifahrern und Snowboardern. Mit viel Spaß halten sich Skifahrer im Winter längere Zeit an der frischen Luft auf und treiben nebenbei auch noch Sport. Perfektes Training, um also der kalten Jahreszeit zu trotzen? Sicherlich ist Skifahren an sich eine gesunde Sportart, aber gerade Anfänger tendieren dazu, sich zu schnell zu viel zuzumuten. Muskelkater und Zerrungen sind häufig die Folge. Bei starker Beanspruchung wie beim Wintersport auf der Skipiste kann die Muskulatur übersäuern. Und das wiederum erhöht die Verletzungsgefahr.

Beanspruchung der Muskulatur

Beim Skifahren oder Snowboarden wird vor allem die Bein- und Gesäßmuskulatur gefordert. Für geübte und langjährige Skifahrer ist diese recht einseitige muskuläre Belastung kein Problem. Doch wenn wir mit dem Skifahren erst beginnen oder aus der Übung sind, macht sich schnell mal Muskelkater bemerkbar. Wenn die Belastung zu groß wird, entsteht im Körper nämlich Milchsäure, das heißt der pH-Wert verändert sich und kippt ins Saure. So entstehen die allseits gut bekannten zerrenden und reißenden Schmerzen. Die langläufige Meinung, wenn die Muskeln schmerzen hat man gut trainiert, stimmt also nicht. Vielmehr hat man den Muskeln zu stark gefordert oder falsch belastet.

Mit Ski-Gymnastik fit in die Saison starten

Häufig bekommen wir vom Skifahren Muskelkater oder im schlimmeren Fall auch eine Zerrung, weil wir es leider nicht regelmäßig über das ganze Jahr üben können. Es ist deshalb sinnvoll, die Bein- und Gesäßmuskulatur auf die ungewohnte starke Beanspruchung vorzubereiten. Das gelingt mit entsprechender Ski-Gymnastik:

Die Kniebeuge (2×15 Wiederholungen)

Kniebeugen sind das beste Mittel, um die Bein- und Pomuskulatur zu stärken. Stellen Sie sich hüftbreit hin und gehen Sie dann in die Knie, als wenn Sie sich hinsetzen wollten, bis die Oberschenkel in etwa parallel zum Boden sind. Achten Sie dabei das die Knie nicht nach innen oder außen drehen. Zudem sollten die Knie immer hinter den Zehen bleiben.

Standwaage (15 Wiederholungen pro Seite)

Stellen Sie sich schulterbreit hin. Dann schieben Sie ein Bein nach hinten und heben es an, während Sie das Gewicht des Oberkörpers nach vorne verlagern. Bein und Rumpf sollten jetzt eine waagerechte Linie bilden. Halten Sie diese Position so lange, bis Sie einige Sekunden lang ruhig stehen.

Seitstütz (60 Sekunden pro Seite)

Legen Sie sich auf die Seite und stützen sich dabei auf den Unterarm. Stützen Sie sich nun nur auf den Arm und die Füße und schieben Sie Hüfte und Rumpf nach oben bis Schulter, Becken und Knie auf einer Linie liegen und halten Sie diese Position für 60 Sekunden. Wiederholen Sie die Übung für die andere Seite. Eine leichtere Variante zum Einsteigen: Winkeln Sie die Beine an und stützen Sie sich dann auf den Arm und die Knie.

Mit diesen Übungen können Sie sich auf die muskuläre Beanspruchung beim Skifahren vorbereiten und das Risiko eines Muskelkaters und einer Zerrung deutlich verringern.

Viel Spaß beim Skifahren wünscht Ihr Säure-Basen-Ratgeber-Team!