Normalerweise liegt der pH-Wert im menschlichen Blut im neutralen bzw. leicht basischen (alkalischen) Bereich. In unserem Organismus besteht ein ausgeklügeltes System, dass Säuren und Basen in einem ausgewogenen Gleichgewicht hält. Auch wenn wir mal zu viele Säuren in unserem Organismus haben, können Organe wie Haut, Leber, Lunge, Niere, Leber und Blut diese abtransportieren. Kommt es aber zu einer dauerhaften Zufuhr von Säurebildnern, dann kann dieses System überfordert werden. Dann droht eine chronische Übersäuerung und die kann ernsthafte Folgen haben.

Wie entsteht eine Übersäuerung?

Das menschliche Blut weist einen pH-Wert zwischen 7,37 und 7,45 auf. Wenn dieser Wert unter 7,37 fällt, dann befindet es sich im sauren Milieu. Das heißt es liegt eine Übersäuerung (Azidose) vor. Aber wie kommt es dazu? In den meisten Fällen ist der eigene Lebenswandel schuld an der akuten oder chronischen Übersäuerung – sie ist folglich meist ernährungsbedingt.

Es gibt basenbildende sowie säurebildende Lebensmittel. Das heißt aber nicht, dass alles was sauer schmeckt, säurebildend ist. Zitronen und Zitrusfrüchte im Allgemeinen gehören zu den Basenlieferanten. Säurebildner sind eiweißreiche, fette und tierische Lebensmittel wie Wurst, Fleisch, Milchprodukte sowie kohlenhydrat- und zuckerhaltige Lebensmittel wie Weißmehlprodukte und Süßes. Zu viele von den Säurebildnern, zu wenig von den Basenbildnern und gleichzeitig noch Stress, wenig Bewegung und Entspannung als Ausgleich erhöhen das Risiko einer Übersäuerung enorm. Die Organe, die üblicherweise die überschüssigen Säuren im Körper abtransportieren sollen, werden bei einem solchen Lebenswandel überfordert und es kommt zu einer Ansammlung dieser überschüssigen Schadstoffe im Organismus.

Auswirkungen einer Übersäuerung

Der Mensch funktioniert, er kann laufen, rennen, springen, wächst und noch vieles mehr, weil zahlreiche Stoffwechselprozesse im Hintergrund dies ermöglichen. Praktisch alle dieser Auf-, Um- und Abbauprozesse, die ein einwandfreies Funktionieren ermöglichen, laufen mit Hilfe von Enzymen (Eiweißstoffen) ab. Damit sie aber korrekt arbeiten können, muss der äußere Rahmen stimmen. Dazu gehört etwa auch das Gleichgewicht von Säuren und Basen im menschlichen Organismus.

Liegt eine Übersäuerung vor, dann sind auch die abtransportierenden Organe überlastet. Häufig werden Mineralstoff- und Vitaminvorräte angezapft, um die Übersäuerung auszugleichen. Diese Reserven fehlen dann an anderer Stelle wie zum Beispiel in den Knochen, in der Haarwurzel, in der Haut.

Die ersten Anzeichen für eine Übersäuerung machen sich in diesem Mineralstoffmangel bemerkbar: Wir sind müde, abgeschlagen, nicht mehr so leistungsfähig und sind stressempfindlicher. Aber auch Muskel- und Gelenkbeschwerden sowie Veränderungen der Haut, der Haare und der Nägel sind wahrnehmbare Folgen einer Übersäuerung.

Mögliche Folgeerkrankungen einer chronischen Übersäuerung:

  • Herz- und Kreislaufschwierigkeiten/-erkrankungen
  • Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Sodbrennen
  • Migräne
  • Rückenschmerzen
  • Erkrankungen des Verdauungstraktes

Ihr Team vom Säure-Basen-Ratgeber!