Graue Strähnen im Haar oder eine gänzlich grau eingefärbte Haarpracht werden genau wie Falten der Haut als Zeichen des Alterungsprozesses wahrgenommen. Insbesondere Frauen mit grauen Haaren gelten als reifer, weshalb das Haarefärben hierzulande besonders beliebt ist. Viele Menschen empfinden graue Haare genau wie Hautfalten als belastend. Aber die Natur lässt sich schließlich nicht aufhalten, oder? Tatsächlich ist das Ergrauen meist genetisch bedingt, aber insbesondere in jungen Jahren kann auch ein Mineralstoffmangel dahinter stecken. Hinter einem frühzeitig ergrauten Schopf können sich deshalb auch bestimmte Lebensgewohnheiten verbergen.

Wie kommt es zu grauen Haaren?

Genau wie Haarfarbe, Haarstruktur und Haarfülle wird uns auch die Veranlagung zu grauen Haaren in die Wiege gelegt. Selbst wenn graue Haare recht früh, sogar schon in den 20er Jahren, aus der Kopfhaut sprießen, geht das meist auf eine genetische Veranlagung zurück. Im Jahr 2016 ist es Londoner Wissenschaftlern sogar gelungen, das „Ergrauungsgen“ zu bestimmen. Das Gen bestimmt, wann wir graue Haare bekommen und in welchem Ausmaß. Träger dieses Gens tendieren deutlich früh zu grauem Haar. Oftmals dienen aber auch schon die eigenen Eltern und Großeltern als Indikator, wann wir selbst wohl auch ergrauen werden. Genetisch bedingte graue Haare stellen für viele Menschen zwar ein ästhetisches, aber keineswegs ein gesundheitliches Problem dar.

Aber auch psychischer Stress oder auch ein durch falsche Ernährung sowie durch eine zugrundeliegende Übersäuerung Mineralstoffmangel können für graue Haare verantwortlich sein. Besonders wenn sich die grauen Strähnen schon in sehr jungem Alter breit machen, lohnt es sich, nach möglichen Ursachen zu forschen. In manchen Fällen kann das frühzeitige Ergrauen gestoppt werden.

Graue Haare: Ursache Übersäuerung?

Meist im fünften oder sechsten lebensjahrzehnt entdeckt fast jeder bei sich graue Haare. Die gilt als natürlicher Alterungsprozess. Aber auch bei Zwanzig- oder Dreißigjährigen kann das Silberhaar vollkommen natürlich sein, darüber hinaus sind in diesem Fall die vorzeitig ergrauten Schläfen unumkehrbar. Graue Haare können aber auch Produkt eines ungünstigen Lebenswandels sein oder noch schlimmer: sie entstehen infolge einer Krankheit oder einer körperlichen Störung und sind eines der Symptome.

Haare können ihre Pigmentierung aber auch verlieren, weil im Körper nicht mehr ausreichend notwendige Mineralstoffe für die Haarproduktion zur Verfügung stehen. Wenn wir etwa jahrelang einen schlechten und ungesunden Lebenswandel führen – zu viel Stress haben, zu wenig schlafen, uns zu wenig bewegen, zu viele Säurebildner konsumieren – riskieren wir die Einlagerung von Gift- und Schadstoffen in unserem Körper. Infolge einer akuten oder chronischen Übersäuerung des Körpers werden die Puffersysteme überlastet, die eigentlich die Ausscheidung dieser Stoffe übernehmen. Um diese Übersäuerung abzufedern, nutzt unser Körper Mineralstoffreserven. Die Reserven fehlen dann aber an anderer Stelle – etwa in den Haarwurzeln, die normalerweise Melanin bilden, um die Haare zu pigmentieren. Die Konsequenz dieser aufgebrauchten Mineralstoffreserven? Die Haare werden weiß oder grau.

Gesunder Säure-Basen-Haushalt für gesunde Haare

Um dem Risiko vorzubeugen, vorzeitig zu ergrauen, sollten die körpereigenen Mineralstoffvorräte immer gut aufgefüllt sein. Dabei spielt ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt eine wichtige Rolle. Mit der Ernährung können wir dafür sorgen, ausreichend Vitamine und Mineralstoffe für wichtige Stoffwechselprozesse und die Ausscheidung von Säuren zur Verfügung zur stellen. Das bedeutet, säurebildende Lebensmittel wie tierische Fette, Fleisch, Milch, Käse auf ein vernünftiges Maß zu reduzieren und dafür vermehrt zu viel frischem und schonend zubereitetem Obst und Gemüse zu greifen. Aber auch Bewegung und seelischer Ausgleich gehören zu einem basischen Lebensstil dazu.

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