Advents- und Weihnachtszeit bescheren uns nicht selten zusätzliche Pfunde auf den Hüften. Neben süßem Gebäck wie Plätzchen, Lebkuchen, Stollen und Co. stehen im Winter vor allem deftige Mahlzeiten auf dem Tisch. Und für viele gehört zu den Festtagen eben ein Gänsebraten mit Knödeln dazu. Deshalb zwickt manches Mal der Hosenbund nach der Feiertags-Schlemmerei. Häufig entwickelt sich auch ein unangenehmes Völlegefühl und typische „Festtagsbeschwerden“ wie Sodbrennen und Magenbeschwerden. Kein Wunder, denn die Weihnachtsklassiker sind vermehrt säurebildende Lebensmittel, die bei vermehrten Konsum sogar zu einer Übersäuerung führen können.

Typische Symptome einer Übersäuerung sind u.a.:

  • Allergien und Hautreizungen
  • Sodbrennen
  • Verdauungsstörungen
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Kopfschmerzen
  • Infektanfälligkeit

Basische Lebensmittel: Linderung nach Weihnachts-Völlerei

Wenn Sie nach dem Weihnachtsfest unter Völlegefühl, Sodbrennen oder Verdauungsstörungen leiden, dann kann eine Umstellung auf eine leichte basische Kost sehr hilfreich sein. Denn die Verdauungsorgane arbeiten nur richtig, wenn ausreichend Basen zur Verfügung stehen. Vor allem Obst- und Gemüsesorten sind basenbildend und verfügen zudem über wichtige Mineralstoffe (Kalzium, Eisen, Kalium, Kupfer, Magnesium, Mangan, Zink), Vitamine (vor allem A-, B- und C-Vitamine), Enzyme und bioaktive Stoffe (Glucosinolate). Bioaktivstoffe haben einen entgiftenden Effekt – nach der Weihnachtsvöllerei genau das Richtige. Glucosinolate sind zum Beispiel in Zwiebeln und Kohlgemüse enthalten, aber auch in Senf, Rettich, Radieschen, Merrettich und Kresse. Besonders vitalstoffreich sind die kleinen Keimlinge sowieso. Neben Kresse eignen sich auch Fenchelsamen, Hirse oder Kirchererbsen zum Keimen. Kresse enthält allerdings besonders viel Vitamin C, ein guter zusätzlicher Erkältungsschutz in der kalten Jahreszeit.

Leicht und gesund fühlen

Es lohnt sich also nicht nur nach Weihnachten seine Ernährung umzustellen und mehr Basenbildner mit in den Speiseplan mit aufzunehmen. Weitere basenbildende Lebensmittel im Überblick.

Wenn Sie sich nach der Schlemmerei während der Feiertage nach etwas leichterer Kost sehnen, dann haben wir ein paar basische Rezeptvorschläge für Sie.

Wie wäre es für den gelungenen Start in den Tag mit einem Müsli Cocobanana?

Zutaten für 4 Personen:

3 Birnen, 2 Bananen, 80 g getrocknete Datteln, 60 g Kokosraspeln, 150 g fettarmer Joghurt

Zubereitung:

Birnen waschen, vierteln und Kerngehäuse entfernen. Dann die Viertel in dünne Scheiben schneiden. Banane schälen und in Scheiben schneiden. Die Datteln werden entkernt und fein geschnitten.Geben Sie dann Birnen, Bananen, Datteln und Kokosraspeln in eine Schüssel und mischen Sie alles mit dem Joghurt.

Tipp: Greifen Sie beim Obst und Gemüse nur zu reifen Produkten, denn nur diese sind wirklich basenbildend. Nektarinen, Pfirsiche und Erdbeeren im Winter sind eher keine gute Wahl, häufig sind sie außerhalb der Saison noch nicht richtig reif und können deshalb im Körper auch keine Basen bilden. Im Winter können Sie das Müsli aber zum Beispiel mit Äpfeln variieren.

 

Um sich noch leichter zu fühlen und die Verdauung wieder anzukurbeln, können Sie sich am Mittag einen Feldsalat mit Steckrüben und Granatäpfelkernen zubereiten.

Zutaten für 4 Personen:

Für das Dressing:

Saft einer ½ Zitrone, 1 EL Johannisbeergelee, 4 EL neutrales Öl, Salz, Pfeffer

Für den Salat:

150 g Feldsalat, ½ Granatapfel, 200 g Steckrüben, 1 EL Butter, ½ EL neutrales Öl, 1 EL Cidre (ersatzweise Apfelsaft), Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Verquirlen Sie alle Zutaten für das Dressing und schmecken es mit Salz und Pfeffer ab. Waschen und schleudern Sie den Salat. Brechen Sie den Granatapfel und lösen die Kerne heraus. Fangen Sie dabei den Saft auf und rühren ihn ins Dressing. Schälen Sie die Steckrübe und schneiden sie in dünne Streifen. Erhitzen Sie Butter und Öl in einer Pfanne und braten die Streifen anschließend etwa fünf Minuten an. Gießen Sie die Rüben mit dem Cidre an und schmecken sie mit Salz und Pfeffer ab. Dann mischen Sie den Salat mit dem Dressing und geben zum Schluss die Steckrüben und die Granatäpfelkerne darüber.

 

Und am Abend können Sie sich mit einer Selleriecremesuppe mit schwarzem Trüffel aufwärmen.

Zutaten für 4 Personen:

2 mittelgroße Sellerieknolle, 4 große Kartoffeln, 2 Gemüsebrüwürfel, 1,5 l Wasser, etwas Kräutersalz, ½ frischer schwarzer Trüffel

Zubereitung:

Sellerieknolle und Kartoffeln waschen und in grobe Würfel schneiden. Dann den Brühwürfel im Wasser auflösen und zum Kochen bringen. Anschließend das Gemüse in der Brühe 10-15 Minuten bissfest garen und dann mit einem Stabmixer pürieren. Sollte die Suppe zu dick sein, können Sie einfach noch etwas Wasser dazu geben. Mit Kräutersalz abschmecken. Schälen Sie dann den Trüffel und reiben Sie ihn ganz dünn. Vor dem Servieren geben Sie die Trüffelscheiben auf die Suppe.

Guten Appetit und eine schöne Weihnachtszeit!