Kopfschmerzen oder Migräne kennt fast jeder. In Deutschland leiden etwa 54 Millionen Menschen unter anfallsweisen oder chronischen Kopfschmerzen. Letztere können die Lebensqualität der Betroffenen schwer einschränken.

Fakten über Kopfschmerz und Migräne

Die Internationale Kopfschmerzgesellschaft (IHS= International Headache Society) beschreibt über 200 unterschiedliche Kopfschmerzarten, die in zwei große Gruppen eingeteilt werden: Primärer oder idiopathischer Kopfschmerz (Beschwerden, die selbstständig auftreten, also keiner Ursache zuzuordnen sind) und sekundärer oder symptomatischer Kopfschmerz (Schmerzen, die infolge von anderen Krankheiten auftreten). Die beiden häufigsten Formen sind Spannungskopfschmerz und Migräne, die insgesamt rund 90 Prozent aller Kopfschmerzerkrankungen ausmachen.

Migräne oder Kopfschmerzen durch Übersäuerung (Azidose)

Säuren werden als Milch- und Kohlensäure im Stoffwechsel bei der Verarbeitung von Eiweiß und Kohlenhydraten sowie in arbeitenden Muskeln gebildet. Wenn der Abtransport von Säuren gestört ist, weil man dem Körper zu viele Säuren – beispielsweise durch die Nahrung – zuführt, oder wenn nicht genügend Basen zur Neutralisation zur Verfügung stehen, kommt es zu einer Übersäuerung. Die Folgen können unter anderem Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Muskel- und Gelenkschmerzen sein. Zudem fördert eine Azidose aber auch Kopfschmerzen und Migräne. Eine schwere Form der Übersäuerung, die sogenannte respiratorische Azidose, kann ebenso oft zu Kopfschmerzen führen.

Behandlung von übersäuerungsbedingten Kopfschmerzen

Im Vordergrund der Behandlung steht die Neutralisation der Übersäuerung. Diese kann durch eine Umstellung der Ernährung auf eine überwiegend basische Kost erfolgen. Basentherapeutika aus der Apotheke können als Unterstützung für eine schnelle Entsäuerung herangezogen werden. Gemäßigte Bewegung an der frischen Luft regt den Kreislauf an und stellt dem Körper ausreichend Sauerstoff zur Verfügung. Da aber generell der Lebenswandel auch Einfluss auf Kopfschmerzen oder Migräne hat, sollte dieser genau unter die Lupe genommen werden, um negative Faktoren, wie beispielsweise übermäßigen Stress, zu erkennen und somit auch zu vermeiden.

 

Ihr Team des Säure-Basen-Ratgebers