Eine Übersäuerung (Azidose) kann schwerwiegende Folgeerkrankungen nach sich ziehen oder aber negativen Einfluss auf bereits bestehende chronische Erkrankungen nehmen. Grund genug also, eine sogenannte akute oder chronische Azidose zu vermeiden. Aber woher weiß man eigentlich, dass man nicht schon übersäuert ist? Die Symptome sind nicht immer eindeutig und bestehende Krankheiten können nicht zweifelsohne darauf zurückgeführt werden. Es gibt dennoch Anzeichen, die darauf hindeuten, dass Ihr Säure-Basen-Haushalt aus dem Lot geraten ist. Erfahren Sie hier, wie Sie die Symptome erkennen und richtig deuten können.

Wie kommt es zu einer Übersäuerung?

Vor allem im Blut befinden sich sowohl Säuren als auch Basen. Bei gesunden Menschen bilden diese eine Säure-Basen-Balance. Gerät dieses Gleichgewicht aber aus den Fugen, dann kommt es zu Krankheitserscheinungen. Eigentlich hat unser Körper natürliche Puffersysteme wie das Blut, die Leber, die Niere und die Haut, um einen Säureüberschuss auszugleichen. Wenn wir aber chronisch übersäuert sind – und das häufig infolge einer ungesunden, säurebildenden Ernährung – dann sind diese Puffersysteme überfordert oder fallen sogar aus! Eine unerkannte, chronische Übersäuerung kann zu schwerwiegenden Folgen führen wie diffusen Schmerzen, Rückenschmerzen, Migräne, Tinnitus, Sodbrennen, Erkrankungen des Verdauungstraktes und noch viele mehr.

Über die Ernährung können Sie also viel Einfluss auf den Säure-Basen-Haushalt nehmen. Und gerade basische Produkte helfen Ihnen, die Säure-Basen-Balance im Gleichgewicht zu halten oder aber sie wiederherzustellen. Wenn Sie sich überwiegend von säurebildenden, eiweißreichen, zucker- und kohlehydratreichen Lebensmitteln ernähren und selten zu Obst, Gemüse und Salat greifen, dann ist Ihr Risiko einer Übersäuerung bereits erhöht. Eine ausgewogene Ernährung bestehend aus 80 Prozent Basenbildnern und maximal 20 Prozent Säurebildnern kann dieses Risiko deutlich senken. Aber zu einem ausgewogenen Säure-Basen-Haushalt gehören auch ausreichend Entspannung und Bewegung.

Woran erkennt man eine Übersäuerung?

Die Symptome einer akuten oder auch chronischen Übersäuerung sind nicht leicht zu deuten. Sie sind diffus und nicht sofort fällt einem ein, dass es sich um eine Übersäuerung des Organismus handeln könnte. Wenn sich die Säuren in Ihrem Körper häufen und die körpereigenen Puffersysteme nicht mehr hinterherkommen, dann werden Mineralstoffreserven angegriffen, um die Säuren zu neutralisieren. Dann fehlen aber wichtige Mineralstoffe, die eigentlich für andere Stoffwechselprozesse vorgesehen waren. Recht schnell fühlen wir uns dann nur noch müde, abgeschlagen und energielos. Wenn Sie also unter ständiger Müdigkeit leiden, kann das schon ein deutliches Anzeichen einer Übersäuerung sein.

Weitere Symptome sind:

  • Konzentrationsstörungen
  • Verminderte Stressresistenz
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Haar- und Nagelveränderungen

Bei diesen Symptomen sollten Sie Ihre Ernährungs- und Lebensgewohnheiten hinterfragen und die Möglichkeit einer Übersäuerung in Betracht ziehen. Urin-Tests geben hingegen leider keinen ausreichenden Aufschluss über den pH-Wert unseres Organismus, sondern dokumentieren lediglich den momentanen pH-Wert des Urins.

Ihr Team vom Säure-Basen-Ratgeber!