Alkohol ist dauerpräsent in unserer Gesellschaft und – sofern in Maßen konsumiert – auch nicht unbedingt schädlich. Ein übermäßiger Genuss kann aber durchaus gesundheitliche Probleme verursachen und bestehen bereits Grunderkrankungen wie Diabetes oder Nierenerkrankungen, reichen dafür auch schon geringe Mengen aus. Eine davon ist die alkoholbedingte Übersäuerung des Körpers. Dieser Zustand wird medizinisch ‚Azidose‘ genannt und ist dann der Fall, wenn die pH-Werte des Körpers zu niedrig sind.

Für den Abbau von Alkohol werden sehr viele basische Mineralstoffe im Körper verbraucht und ein Mangel kann schnell zu einer Übersäuerung führen. Besonders hochprozentiger Alkohol wird im Körper sauer verstoffwechselt und reizt zudem die Magenschleimhaut. Dies kann einen Anstieg der Magensäure auslösen – Übelkeit und Sodbrennen sind die Folge. Eine weitere Ursache für eine Übersäuerung ist die entwässernde Eigenschaft von Alkohol. Diese führt zu einer eingeschränkten Fähigkeit des Körpers Giftstoffe auszuscheiden.

Nun lassen sich die Symptome eines ‚Katers‘ am Tag nach dem Gläschen zu viel, wie beispielsweise Kopfschmerzen, Durst, Übelkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen, auch leicht erklären. Eine rasche Verbesserung der Beschwerden kann durch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr mittels isotonischer Getränke und der Einnahme eines Schmerzmittels erzielt werden. Schnelle Abhilfe beim Auftreten von Sodbrennen oder saurem Aufstoßen leisten Säureblocker oder Basentherapeutika aus der Apotheke. Langfristig ist jedoch nur eine Strategie wirksam: Abstinenz… oder man sollte es zumindest nicht übertreiben.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen sonnigen Start in den Sommer und genießen Sie doch auch mal eine köstliche Fruchtschorle oder eine alkoholfreie Maß Bier.

Ihr Team des Säure-Basen-Ratgebers