In Deutschland raucht über ein Viertel der Bevölkerung im Alter über 14 Jahren. Daher möchten wir Ihnen diesmal in der Reihe „Säure-Basen-Fakten-Check“ interessante Fakten zum Thema Rauchen präsentieren. Zigarettenkonsum ist bekanntlich gesundheitsschädigend. Inwiefern es den Säure-Basen-Haushalt negativ beeinflusst, werden Sie in diesem Beitrag erfahren.

Die Lunge ist ein wichtiger Regulator

Der Säure-Basen-Haushalt des Körpers wird durch ein ausgeklügeltes Puffersystem reguliert. Dabei spielen sowohl Nieren, Blut und Leber, aber auch die Lunge eine bedeutende Rolle. Sind  eines oder mehrere dieser Organe gestört, kann es zu einer Übersäuerung (chronisch latenten Azidose) kommen. Die Lunge übernimmt in diesem Puffersystem die Ausatmung von saurem Kohlendioxid (CO2).

Rauchen und Übersäuerung

Die im Tabakrauch enthaltenen Substanzen schädigen die Lunge auf vielfaltige Weise. So verursachen sie beispielsweise Entzündungsreaktionen, die das Lungengewebe schädigen und die Produktion von Bronchialschleim verstärken. Zudem beeinträchtigt Zigarettenrauch den Selbstreinigungsmechanismus der Atemwege, indem er die Flimmerhärchen der Bronchialschleimhaut, die zusammen mit dem Schleim Fremdstoffe aus den Atemwegen abtransportieren sollen, zerstört. Weitere Auswirkungen sind ein veränderter Bronchialschleim, Zerstörung der Lungenbläschen und noch einiges mehr.

Wie zuvor geschildert, ist eine gesunde Atemfunktion für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt sehr wichtig. Bei einer durch Rauchen geschädigten Lunge wird die Abatmung von saurem Kohlendioxid eingeschränkt und die Entstehung einer chronischen Übersäuerung ist die Folge.

Eine Azidose gehört somit auch zur langen Liste der schädlichen Auswirkungen des Rauchens.

 

Ihr Team des Säure-Basen-Ratgebers