Der Trend zu einer veganen Ernährung wird immer stärker und dies liegt sicher an einem generell steigenden Gesundheitsbewusstsein. Aber auch der Aspekt des Tierschutzes ist für viele ein auschlaggebender Grund, um auf eine vegane Lebensweise umzusteigen.

Veganer leben gesünder

Zahlreiche Studien zeigen, dass Veganer seltener an Übergewicht, Bluthochdruck oder erhöhten Blutfettwerten leiden. Neben der rein pflanzlichen Ernährung liegt dies aber auch an einer insgesamt gesunden Lebensweise. Veganer trinken im Durchschnitt weniger Alkohol, rauchen seltener und bewegen sich regelmäßiger.

Mangelernährung vermeiden

Durch den völligen Verzicht auf tierische Lebensmittel kann sich allerdings bei ungünstiger Lebensmittelauswahl auch ein Mangel einstellen. Besonders gefährdet sind davon Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere, stillende Mütter und Senioren. Die Vitamine B2, B12 und D sowie Eisen, Calcium, Jod und Zink sind kritische Nährstoffe bei einer rein veganen Ernährungsweise.

Vegane Ernährung und basische Kost

Eine ausschließlich pflanzliche Ernährung ist zwar nicht vollkommen basisch, aber prinzipiell basischer als die mitteleuropäische Standard-Kost. Auf einem veganen Speiseplan sind jedoch auch Weißmehl, Zucker und eiweißreiche Kost vertreten. Diese Nahrungsmittel werden im Körper sauer verstoffwechselt und können somit den Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht bringen und zu einer Übersäuerung führen. Einseitige Ernährung kann also auch bei veganer Lebensweise neben den zuvor schon erwähnten Mangelerscheinungen auch noch weitere, negative Auswirkungen haben. Eine ballaststoffreiche vegane Ernährung mit großem Obst-, Gemüse- und Rohkostanteil hingegen puffert eine bestehende Übersäuerung ab und stellt das Säure-Basen-Gleichgewicht wieder her.

Eine ausgewogene und ballaststoffreiche vegane Ernährung ist demnach eine durchaus gesundheitsfördernde Lebensweise. Aber um alle Bedürfnisse des Körpers mit veganer Kost ausreichend abzudecken, müssen die Nahrungsmittel sorgfältig zusammengestellt werden, um eine Übersäuerung oder Defizite zu vermeiden.

Ihr Team des Säure-Basen-Ratgebers