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Übersäuerung und verklebte Faszien

  • Muskelkater durch Übersäuerung

Über die Nahrung nehmen wir sowohl basen- als auch säurebildende Nährstoffe auf. Über unsere Haut, Nieren, Lungen oder die Leber scheiden wir überflüssige Schadstoffe und Abfallprodukte aus, dazu gehören auch die Säuren. Wenn wir aber zu viel Säurebildner zu uns nehmen oder unsere Puffersysteme aufgrund einer ungesunden Lebensweise überlastet sind, dann kann der Organismus übersäuern. Davon können auch die Faszien betroffen sein, diese tragen aber zu unserer Beweglichkeit und unserem Wohlbefinden bei!

Was sind Faszien?

Der Name Faszie kommt vom Lateinischen fascia und bedeutet so viel wie Band oder Bandage. Faszien sind ein wichtiger Bestandteil des Bindegewebes, sie umhüllen unsere Muskeln, bieten ihnen den nötigen Freiraum, aber geben auch den erforderlichen Halt – sofern sie gesund und nicht verklebt sind!

Faszien bestehen aus Kollagen- und Elastinfasern und ermöglichen so die für unseren Körper notwendige Stabilität und gleichzeitig Elastizität. Sie umhüllen und verbinden sämtliche Muskeln, Organe und auch Knochen. Faszien unterstützen die muskuläre Kraftübertragung und verleihen unserem Körper Form, Spannkraft und Beweglichkeit.

Das Fasziengewebe sorgt dafür, dass alle Organe an ihrem Platz bleiben. Aber es ist zum Beispiel genauso dafür verantwortlich, dass sich beim Atmen unsere Lungen dehnen oder während einer Schwangerschaft die anderen Organe im Bauchraum etwas nach unten verschoben werden.

Gelenk- und Muskelschmerzen: Wenn Faszien verkleben

All diese Funktionen kann das Fasziengewebe in unserem Körper nur erfüllen, wenn es reibungslos gleiten kann. Das Fasziengewebe besteht nämlich aus vielen einzelnen Bändern, die durchaus miteinander verkleben können. Solche Verklebungen können zu lokalen Schmerzen führen wie zum Beispiel Gelenk-, Nacken- oder Rückenschmerzen. Es kann aber auch zu schmerzhaften Ausstrahlungen durch den ganzen Körper kommen.

Faszien können aber nicht nur verkleben, sondern auch verkürzen oder verhärten. Häufig stecken zu einseitige Bewegung, Bewegungsmangel oder auch zu wenig Dehnung dahinter.

Stress und falsche Ernährung führen zu verklebten Faszien

Unser Organismus entgiftet über die Haut, Lunge, Leber und Nieren. Sind zu viele Schadstoffe im Körper oder funktionieren die Puffersysteme nicht richtig, dann werden die überflüssigen Abfallstoffe so wie Säuren im Bindegewebe abgelagert.

Faszien brauchen aber ein nur leicht saures oder basisches Milieu. Wenn sie dauerhaft übersäuert sind, kann dies zur Beeinträchtigung des gesamten Fasziengewebes führen.

Die Einlagerung von sogenannten Schlacken im Bindegewebe, die Übersäuerung des Bindegewebes kann zu Entzündungen führen, die das normale Funktionieren des Fasziengewebes behindern. Durch eine chronische Übersäuerungen kann es auch zum Verkleben der Faszien kommen.

Auch bei intensivem Sporttraining im anaeroben Bereich kann es zur Anreicherung von Säuren im Bindegewebe kommen, weil dabei Milchsäure entsteht. Deswegen haben häufig Bodybuilder verklebte oder verkürzte Faszien.

Basische Ernährung und Bewegung für mehr Faszien-Beweglichkeit

Um einer Übersäuerung des Körpers und des Bindegewebes und dadurch verklebten Faszien vorzubeuegen, bietet sich eine basenüberschüssige Ernährung an. Viel frisches, unbehandeltes und regionales Obst und Gemüse auf dem Speiseplan können Ihnen dabei helfen, eine Übersäuerung zu vermeiden und dadurch die Beweglichkeit des Körpers beizubehalten. Wichtig bei einer basischen Lebensweise ist allerdings auch, Stress zu vermeiden und natürlich eine ausreichende Bewegung! Mit etwas Sport und einem guten Stretching-Programm tragen Sie viel zur Beweglichkeit des Fasziengewebes bei.

Ihr Team vom Säure-Basen-Ratgeber!

2018-08-01T10:52:19+00:00