Weihnachtsplätzchen für Diabetiker

Diabetiker müssen sich meist an strenge Diätpläne und Ernährungsvorschriften halten, um Ihre Stoffwechselerkrankung in den Griff zu bekommen. Im Volksmund bezeichnen wir Diabetes auch als Zuckerkrankheit und dieser Name verrät, was Diabetiker bei hohem Konsum schadet: Zucker. Besonders schwer fällt vielen Betroffenen dieser Verzicht in der Weihnachtszeit, wenn es nach frisch gebackenen Plätzchen, Stollen und Lebkuchen duftet. Der süßen Verführung zu entkommen scheint geradezu unmöglich, im Alltag begegnet uns immer wieder das ausladende Weihnachtsangebot.
Plätzchen für Diabetiker

Doch es gibt Entwarnung: Selbst als Diabetiker muss man nicht vollständig auf Zucker verzichten. Zudem gibt es auch für Diabetiker Alternativen und sogar speziell für die Stoffwechselerkrankung passende weihnachtliche Süßgebäcke. Dennoch sollte man als Diabetiker seine Ernährung immer im Blick haben, denn mit einem gestörten Stoffwechsel drohen bei einer falschen Medikationseinstellung oder ungesunden Ernährung weitere Folgeerkrankungen. Vor allem bei Säuren ist Vorsicht geboten!

Der Säure-Basen-Haushalt und die Zuckerkrankheit

Diabetes wird häufig auch als Volkskrankheit bezeichnet, weil in Deutschland so viele Menschen daran erkrankt sind. Etwa sechs Millionen Menschen leiden unter der Zuckerkrankheit und noch mehr Menschen sind gefährdet, Diabetes zu entwickeln. Unterschieden wird dabei zwischen Diabetes Typ I und Typ II. Bei Typ I ist die Insulinproduktion und bei Typ II die Insulinverarbeitung gestört. Letztere Form tritt häufiger auf, sogar 95% der Erkrankten haben diesen Typ II. Bedingt wird die Entwicklung von Diabetes mellitus Typ II oftmals durch schlechte Ernährung, Bewegungsmangel und infolgedessen Übergewicht.

Infolge einer Diabetes-Erkrankung kann es zu einer vermehrten Säurebildung im Körper kommen. Oftmals führt Diabetes zu einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion, weshalb die Schadstoffen, zu denen auch die Säuren gehören, nicht mehr richtig abgebaut werden können. Auf diese Weise kann eine Azidose (Übersäuerung) entstehen, die für Diabetiker besonders gefährlich werden kann. Nähere Informationen zur Übersäuerung bei Diabetikern finden Sie hier.

Also lieber auf Süßes verzichten?

Hartnäckig hält sich die Meinung, Diabetiker dürften gar keine Süßigkeiten oder zuckerhaltige Speisen konsumieren. Doch vielmehr kommt es auf die Höhe der Kohlenhydrate an. In der Weihnachtsbäckerei bietet sich deshalb der Ersatz von Weizenmehl an. Probieren Sie zum Beispiel einmal Dinkelmehl. Zudem gilt es als Diabetiker, das gesunde Maß zu berücksichtigen. Gerade für Diabetiker bietet sich also eine basenüberschüssige Ernährung an, auf diese Weise können sie nämlich den Folgeerkrankungen wie einer Übersäuerung entgegen wirken.

Weihnachten mit seinen süßen Gebäcken ist also kein Tabu für Diabetiker. Plätzchen, Stollen und Weihnachtskuchen sind erlaubt – aber in Maßen. Zudem gibt es auch aus der Säure-Basen-Küche tolle Rezepte, die nicht nur für Diabetiker gut sind. Probieren Sie es zum Beispiel mal mit einem Winterkuchen.

Rezeptideen für eine basische Ernährung

Rezept Winterkuchen

Zutaten:

3 große Äpfel (ca. 400 g), 100 g Rohrohrzucker, 100 g Rosinen, 250 g Dinkelvollkornmehl, 3 TL Weinsteinbackpulver, ½ TL Zimtpulver, 1 TL Kakaopulver, 1 Msp. Nelkenpulver, 1 TL Lebkuchengewürz, 60 g Mandeln, 60 g Haselnusskerne, Öl für die Form

Zubereitung:

Heizen Sie den Ofen auf 160° vor und fetten Sie die eine Kastenform mit Öl ein. Waschen und schälen (nach Belieben), vierteln, entkernen und raspeln Sie die Äpfel. Vermischen Sie die Äpfel mit dem Zucker und den Rosinen. Kurz ziehen lassen. Dann Mehl, Backpulver, Zimt, Kakao, Nelken und Lebkuchengewürz mischen, mit Mandeln und Nüssen unter die Äpfel rühren.

Geben Sie anschließend den Teig in die Form und den Kuchen anschließend für etwa eine Stunde in den Ofen. In Alufolie gewickelt, hält sich der Kuchen sogar zwei bis drei Wochen.

Guten Appetit und eine schöne Weihnachtszeit!

Weiterführende Informationen zum Thema basische Ernährung:

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