„Oh du Fröhliche“ und „Heilige Nacht, Selige Nacht“ –  das Bild, das uns in den typischen Weihnachtsliedern vermittelt wird, entspricht häufig nicht der Realität. Leider verfallen wir häufig in der Adventszeit in Hektik und Stress. Das mag am Freizeitstress liegen oder an Überstunden im Büro oder daran, dass die Einkaufsliste noch sehr lang ist. Stress kann aber nicht zu unterschätzende Folgen auf unsere Gesundheit, sowie auch auf unseren Säure-Basen-Haushalt haben.

Ist Weihnachten ungesund?

Obwohl Weihnachten mit den Feiertagen mal eine Auszeit vom Alltag verspricht und viele Leute sogar bis ins neue Jahr Urlaub nehmen, verbinden zahlreiche Menschen Weihnachten bzw. die Adventszeit nicht unbedingt mit einer gnadenbringenden Weihnachtszeit. Viel häufiger wird von Zeitdruck und Stress gesprochen, der besteht, entweder den Jahresabschluss im Büro fertigzustellen oder aber noch einen Berg an Geschenken besorgen zu müssen. Hinzu kommen überfüllte Einkaufsstraßen und Kaufhäusern, vielleicht nervt einen auch der angekündigte Besuch von unliebsamen Verwandten. Am Weihnachtsabend selbst bricht dann auch gerne noch einmal Streit aus. Kann das gesund sein? Natürlich nicht! Vor allem die Tage vor Heiligabend stellen oft eine Herausforderung für viele Menschen dar, die als Stress empfunden wird. Und Stress kann sich, wenn er dauerhaft besteht, auf unsere Gesundheit auswirken.

Wie wirkt sich Stress auf den Säure-Basen-Haushalt aus?

Stress übersäuert den Körper. Wenn Sie längere Zeit unter Stress stehen, dann schüttet ihr Körper vermehrt „Stress-Hormone“ aus. Dazu gehören Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol. Der Hormonhaushalt verändert sich und beim Abbau dieser Stresshormone entstehen zusätzlich Säuren.

Großen Einfluss nimmt dauerhafter Stress auch auf die Atmung. Achten Sie mal darauf: Wenn Sie gestresst sind, dann atmen Sie flach und oft hastig. Dies wiederum führt dazu, dass nicht genügend Sauerstoff ins Blut gelangt. Sauerstoff braucht unser Körper aber, um die entstandenen sauren Abfallprodukte abzutransportieren. Außerdem benötigen die Zellen im Körper Sauerstoff zur Energiebereitstellung. Wenn der Sauerstoff infolge der veränderten Atmung im Blut also weniger wird, dann reichern sich Säuren, die Energiebereitstellung heruntergeschraubt und gleichzeitig die Produktion von Milchsäure erhöht. In der Sportmedizin spricht man dann vom anaeroben Bereich. Was im Training manchmal nützlich sein kann, ist im Alltag und auf Dauer gesundheitsschädlich.

Tipps und Tricks für ein stressfreies Weihnachtsfest

Zeitdruck im Büro im Dezember, eine wichtige Aufgabe bis Jahresende fertigzustellen, lässt sich unter Umständen nicht wirklich beeinflussen. Aber sagen Sie sich, dass Sie es schaffen, wie Sie es jedes Jahr schaffen und gönnen Sie sich ausreichend Erholungsphasen. Auf Ihren Freizeitstress können Sie hingegen deutlicher einwirken. Wenn Sie Shoppingmuffel sind und Einkaufshäuser bei Ihnen Stresshormone aktiviert, dann versuchen Sie es lieber über den Versandhandel oder verschenken Sie doch einfach mal Selbstgemachtes! Genauso halten Sie es mit den zahlreichen Einladungen zu Weihnachtsfeiern im Dezember – Sie müssen nicht überall hin, sondern können auch einfach mal in besinnlicher Ruhe zu Hause bleiben. Stress, der in der Weihnachtsküche ausbricht, lässt sich auch ganz einfach beheben. Wer sagt denn, dass es die fette Gans an Weihnachten sein muss? Es gibt auch leckere, weihnachtliche Gerichte, die nicht zu aufwendig sind! Oder aber Sie machen ein gemeinschaftliches Erlebnis daraus und lassen sich am besten von der Familie unter die Arme greifen.

Frohe Weihnachten wünscht Ihnen Ihr Team vom Säure-Basen-Ratgeber!